Bei diesem Ergebnis fragt man sich doch, ob das alles mit rechten Dingen zugegangen ist! In beiden Wettkämpfen unserer Bundesligastars am Wochenende gab es keine entschiedenen Partien: 16 Unentschieden brachten zwei weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt! Vor dem finalen Wochenende in Berlin vom 24. bis 26. April sieht die Ausgangslage nun so aus:

Wer jedoch dabei gewesen ist in der Eliteschule des Sport am Alten Teichweg, der hat zwei lange ausgekämpfte Wettkämpfe gesehen – die Partien dauerten zum Teil sechs Stunden! Und dabei gab es gefühlt eher am Samstag enttäuschte Gesichter beim HSK nach dem 4:4 gegen Werder Bremen, als am Sonntag nach dem 4:4 gegen Kirchweye, denn hier mussten Luis Engel und Thies Heinemann bis Ultimo kämpfen, um den wichtigen Mannschaftspunkt festzuhalten: festzuhalten!


Doch der Reihe nach: Am Samstag hofften viele HSK-Fans auf einen knappen Sieg des Klubs, weil beim Stand von 3:3 noch zwei Partien liefen, die ziemlich gut aussahen. Wieder einmal war es Luis Engel, der alles versuchte, um einen vollen Punkt einzufahren:

Der zweite im Bunde war Nico Zwirs: hier gelang Nico aus leicht schlechterer Stellung ein Gegenschlag und er stand dank einige starker Zentrumsbauern besser. Wir hofften bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison deshalb auf den vollen Punkt, aber die Stellung war nicht leicht zu spielen und der schwarze König auch immer relativ vulnerabel. Deshalb gelang es leider nicht, hier den vollen Punkt zu sichern und am Ende stand auch hier die Punkteteilung:








Die Einzelergebnisse vom Samstag noch einmal im Überblick:

Am Sonntag wartete dann dann kroatisch geprägte GM-Ensemble vom SK Kirchweye auf den HSK. Auch hier hatten wir in den letzten Jahren gefühlt eher schlechte Ergebnisse, deshalb waren wir gewarnt. Jonas Lampert setzte aus, dafür rochierte Julian Kramer ins Team:

Auch Konstatin Peyrer, Nico Zwirs und Rasmus Svane einigten sich kurz nach der vorgeschriebenen Zugzahl, so dass es 2:2 stand und auch bei Niclas Huschenbeth gegen Erik van den Doel verließ die Partie nie einen ausgeglichenen Status. Nun mussten wir also einerseits auf den Weiß-Aufschlag von Frederik Svane hoffen und andererseits die Daumen drücken, dass Thies Heinemann seine schwierige Stellung irgendwie würde halten können. Und als Ass im Ärmel hatten wir ja auch noch Luis Engel, das aber zwischendurch auch gut und gern eine Niete hätte sein können. Immerhin war Luis Engel mit eigenem Fanclub aus dem Ahrtal bestens unterstützt:

Mirakulös, wie Luis das manchmal macht, denn einerseits geht er natürlich Risiken ein, die andere Spieler aus dem Team manchmal scheuen, andererseits hat er dann aber auch das Glück des Tüchtigen! Aber deshalb hat er dann aber vielleicht dann auch diesen Fanclub, denn die Stellung war schon einige Züge ziemlich dubios und die Punkteteilung am Ende etwas glücklich für uns Hamburger. Dafür hatten wir aber umso mehr Pech, dass Frederik Svane am Spitzenbrett seine überlegene Stellung gegen Ivan Saric nicht verwerten konnte. Es wäre dann natürlich unfassbar bitte gewesen, wenn Thies Heinemann seine schwierige Stellung am anderen Ende des Wettkampfes nicht gehalten hätte, aber das gelang ihm zum Glück und so haben wir wirklich die 16 Punkteteilungen zu vermelden, die uns aber zwei Mannschaftspunkte und somit die besten Ausgangschancen für den Klassenerhalten liefern:


Martina Gerdts bei Chessbase über die 10. Runde der Schachbundesliga.