Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste zum Reinschnuppern in den Klub: Jeweils Dienstag & Freitag von 19:00 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Bundesliga: Das gab’s wohl noch nie -16 Remisen am Alten Teichweg!

Bei diesem Ergebnis fragt man sich doch, ob das alles mit rechten Dingen zugegangen ist! In beiden Wettkämpfen unserer Bundesligastars am Wochenende gab es keine entschiedenen Partien: 16 Unentschieden brachten zwei weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt! Vor dem finalen Wochenende in Berlin vom 24. bis 26. April sieht die Ausgangslage nun so aus:

Das Liga-Orakel des Schachklubs Bad Homburg berechnet für den HSK nur noch eine Abstiegswahrscheinlichkeit von 0,8%! Quelle: Schachbund

Wer jedoch dabei gewesen ist in der Eliteschule des Sport am Alten Teichweg, der hat zwei lange ausgekämpfte Wettkämpfe gesehen – die Partien dauerten zum Teil sechs Stunden! Und dabei gab es gefühlt eher am Samstag enttäuschte Gesichter beim HSK nach dem 4:4 gegen Werder Bremen, als am Sonntag nach dem 4:4 gegen Kirchweye, denn hier mussten Luis Engel und Thies Heinemann bis Ultimo kämpfen, um den wichtigen Mannschaftspunkt festzuhalten: festzuhalten!

Hier hat Luis schon wieder alles unter Kontrolle (und vielleicht sogar noch kurz auf einen Sieg gehofft?), aber vorher sah es für die Zuschauer echt gefährlich aus. Die Engine zeigt im Übrigen, dass im Nachhinein, dass immer alles im Gleichgewicht war! Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Spannung bis zur letzten Minute: Thies Heinemann (rechts) hält das Remis gegen Sanjin Culum fest! Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Doch der Reihe nach: Am Samstag hofften viele HSK-Fans auf einen knappen Sieg des Klubs, weil beim Stand von 3:3 noch zwei Partien liefen, die ziemlich gut aussahen. Wieder einmal war es Luis Engel, der alles versuchte, um einen vollen Punkt einzufahren:

Luis Engel gegen Bobby Cheng: „Er hat dem Druck standgehalten und die Abwicklung ins Turmendspiel war mir nicht eindeutig genug und sehr schwer einzuschätzen.“ Foto: Torsten Szobries

Der zweite im Bunde war Nico Zwirs: hier gelang Nico aus leicht schlechterer Stellung ein Gegenschlag und er stand dank einige starker Zentrumsbauern besser. Wir hofften bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison deshalb auf den vollen Punkt, aber die Stellung war nicht leicht zu spielen und der schwarze König auch immer relativ vulnerabel. Deshalb gelang es leider nicht, hier den vollen Punkt zu sichern und am Ende stand auch hier die Punkteteilung:

Jarik Reuker gegen Nico Zwirs, Foto: Torsten Szobries

 

Blick auf den Wettkampf des HSK gegen Werder Bremen. Links erkennt man Anna-Blume Giede, die für Schachbundesliga.de berichtet und Fotograf Torsten Szobries vom HSK, der uns mit tollen Bildern vom Wochenende versorgte – vielen Dank! Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Rasmus Svane in der Konzentrationsphase vor der Partie. Foto: Torsten Szobries

 

Konstantin Peyrer eingefangen von Torsten Szobries: geht da noch was oder ist alles komplett verflacht?

 

Hmmm… mit Weiß habe ich eigentlich mehr gewollt, aber dann ist es halt so! Foto: Torsten Szobries

 

Im Kulturhof im ATw wurde mitgefiebert, aber auch selbst gezockt: St. Pauli mit Gary Winter, Thomas Schüttler, HaJo Kehr und HSK-Teamchef Reinhard Ahrens. Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Die Kraft der doppelten Silke: Man kann es wirklich nicht hoch genug schätzen, was ehrenamtliches Engagement für einen Klub bedeuten! Silke Ahrens und Silke Einacker schmissen am Samstag die Küche und sorgten fürs leibliche Wohl der Spieler und Zuschauer! Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Eine schöne Überraschung war der Besuch von Karsten Müller, der von Luis Engel überredet wurde, einen Spaziergang durch die März-Sonne zur Bundesliga zu machen. Die Chance wurde natürlich sofort für ein Selfie genutzt! Foto: Eva Maria Zickelbein

Die Einzelergebnisse vom Samstag noch einmal im Überblick:

Quelle: Schachbund

 

Am Sonntag wartete dann dann kroatisch geprägte GM-Ensemble vom SK Kirchweye auf den HSK. Auch hier hatten wir in den letzten Jahren gefühlt eher schlechte Ergebnisse, deshalb waren wir gewarnt. Jonas Lampert setzte aus, dafür rochierte Julian Kramer ins Team:

Julian Kramer freute sich über die weißen Steine, jedoch ließen beide Spieler in ihrer russischen Partie größere Ambitionen vermissen und einigten sich ziemlich früh. Foto: Eva Maria Zickelbein

Auch Konstatin Peyrer, Nico Zwirs und Rasmus Svane einigten sich kurz nach der vorgeschriebenen Zugzahl, so dass es 2:2 stand und auch bei Niclas Huschenbeth gegen Erik van den Doel verließ die Partie nie einen ausgeglichenen Status. Nun mussten wir also einerseits auf den Weiß-Aufschlag von Frederik Svane hoffen und andererseits die Daumen drücken, dass Thies Heinemann seine schwierige Stellung irgendwie würde halten können. Und als Ass im Ärmel hatten wir ja auch noch Luis Engel, das aber zwischendurch auch gut und gern eine Niete hätte sein können. Immerhin war Luis Engel mit eigenem Fanclub aus dem Ahrtal bestens unterstützt:

Luis Engel und Thorsten Kammer, 2. Vorsitzender und Trainger beim Schachclub Talentschmiede Ahrtal e.V.! Foto: Eva Maria Zickelbein

Mirakulös, wie Luis das manchmal macht, denn einerseits geht er natürlich Risiken ein, die andere Spieler aus dem Team manchmal scheuen, andererseits hat er dann aber auch das Glück des Tüchtigen! Aber deshalb hat er dann aber vielleicht dann auch diesen Fanclub, denn die Stellung war schon einige Züge ziemlich dubios und die Punkteteilung am Ende etwas glücklich für uns Hamburger. Dafür hatten wir aber umso mehr Pech, dass Frederik Svane am Spitzenbrett seine überlegene Stellung gegen Ivan Saric nicht verwerten konnte. Es wäre dann natürlich unfassbar bitte gewesen, wenn Thies Heinemann seine schwierige Stellung am anderen Ende des Wettkampfes nicht gehalten hätte, aber das gelang ihm zum Glück und so haben wir wirklich die 16 Punkteteilungen zu vermelden, die uns aber zwei Mannschaftspunkte und somit die besten Ausgangschancen für den Klassenerhalten liefern:

Quelle: Schachbund

 

Zum Abschluss eines schönen und intensiven Bundesligawochenendes gilt der Dank einmal mehr natürlich unseren Spielern, aber vor allem auch den Helfern hinter den Kulissen, die beim Auf- und Abbau geholfen haben: Swantje Preuschmann, Samuel Wiethüchter, Silke und Reinhard Ahrens, Hauke Blix, Silke Einacker, Thomas Stark, Jens Queißer, Stefan Ziefle, Kevin Weidmann und Eva Maria Zickelbein (ich hoffe, ich habe niemand vergessen!). Und dazu gehört natürlich auch – last but not least im klassischen Sinn: unsere Insta-Chefin Martina Gerdts, die die Berichterstattung immer mit liebevollen Texten, Abstimmungen und Hinweisen versieht! Manches ist so schön, dass wir es mit Screenshots aus dem 24-Stunden-Story-Papierkorb retten wollen 😉

Martina Gerdts bei Chessbase über die 10. Runde der Schachbundesliga.

Partien der 9. Runde.

Partien der 10. Runde.

Tabelle und Ergebnisse beim Schachbund.

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