Endlich ist es so weit, wir dürfen unseren wegen Glatteis ausgefallenen Wettkampf gegen HSK 7 nachholen. Heute ist ein schöner Frühlingstag, also spricht nichts gegen einen schönen Wettkampf. Es sind Ferien, das Klubheim gehört uns quasi alleine. Unser erstes Brett, Florian Kugler, ist seit 17 Uhr aus Bad Oldesloe unterwegs, immer wieder bleibt die Bahn stehen. Inzwischen ist klar, vor 19.30 Uhr kann er nicht im Klub sein. Frank Palm, Mannschaftsführer von HSK 7, ist sehr verständnisvoll und erlaubt, dass diese Partie erst beginnt, wenn Florian da ist. Auch bei HSK 7 fehlt noch ihr 2. Brett.
Dann der Start. Nach nur einem Zug machen Regina Berglitz und Armin Meibauer Remis. Beide Ehrenmitglieder im HSK waren mit diesem Ergebnis zufrieden.
Um 20 Uhr gewinnt dann Samuel Wiechthüter am zweiten Brett kampflos.
Wir liegen also einen Punkt vorn, und bei Marius und Elvin sieht es jetzt schon sehr viel versprechend aus.
Kurz vor 21 Uhr die nächsten beiden Entscheidungen. Erst gewinnt Marius Müller, der heute schon das zweite Mal für uns aushilft, eine sehr schön vorgetragene Angriffspartie am siebten Brett gegen Markus Berg. Aus unserer Sicht eine Partie zum Genießen.


Dann verliert Artur Lerm, der ebenfalls zum zweiten Mal bei uns mitmacht, gegen Gregor Koch am achten Brett. Artur hatte mit Gregor natürlich einen sehr starken Gegner und stand eigentlich die ganze Zeit unter erheblichem Druck, galt es doch den König zu verteidigen und gleichzeitig das Zentrum nicht zu verlieren. Am Ende zu viel für Artur.
Nur eine Viertelstunde später macht unser Captain Sebastian Kurch am sechsten Brett Remis mit Chad Smith. Sebastian hat eine grundsolide Partie gespielt und die Stellung jederzeit kontrolliert, selbst die Engine sah nur minimale Unterschiede, mal zu Gunsten des einen, mal des anderen. Ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir führen 3:2.
Und da spielen ja noch Elvin (klar auf Gewinn), Florian eher besser stehend und Christian, der auch sehr gut bis besser steht. Da sollte ja wohl wieder am Ende ein Sieg für uns herauskommen.
Doch wie brutal kann Schach eigentlich sein? Um 22.30 Uhr ist nichts mehr übrig von Elvin Bachschisadehs Vorteil am fünften Brett gegen Ben Wito Kowalski. Statt den Sack endgültig zuzumachen, hatte er eine Figur eingebüßt und war in einem hoffnungslosen Endspiel angekommen. 3:3, doch es spielten ja noch Florian und Christian.
22.45 Uhr Florian Kugler einigt sich mit Oliver Alegria am ersten Brett auf Remis. Lange hat Florian versucht, gegen den einsamen Bauern auf d5 zu spielen, doch Oliver hat sich geschickt verteidigt. Remis ist ok.
3,5:3,5. Nur noch Christian Wolf spielt gegen Frank Palm. Frank lebt schon seit etlichen Zügen nur noch vom Inkrement, und Christian hat eine Qualität mehr. Doch graue Wolken ziehen am Königsflügel in Form von schwarzen Freibauern auf, die dank Unterstützung vom eigenen Springer schon gefährlich weit vorn angekommen sind. Immer schwieriger wird es für Christian, diese Bauern zu stoppen, schließlich muss er aufgeben.


Doch unbeirrt spielt hier Christian taktisch 35. Txe4,
worauf Frank, nicht weniger unbeirrt, mit 35. …Sxh2 antwortet. 🙂
Die Partie läuft daraufhin noch fast 25 Züge lang munter weiter.
Nun hatten wir doch noch verloren. Irgendwie sind wir konsterniert. Aber schon beim Bierchen im Jugendraum ist klar: wir kämpfen weiter, konkret am 10.04. gegen St. Pauli 4.