Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste zum Reinschnuppern in den Klub: Jeweils Dienstag & Freitag von 19:00 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Ausrufezeichen von HSK 2 im Abstiegskampf! Knapper Sieg gegen Reisepartner Kiel 💪

Das Duell der Reisepartner fand vor der 8. und 9. Runde statt, die in Kiel ausgetragen wird. Um 16 Uhr begann der Wettkampf im Regattahaus Kiel Schilksee, eine tolle Location! Noch dazu war die Unterkunft im Haus der Athleten direkt daneben und mit Blick auf die zwar trübe, aber doch immer schöne Ostsee!

Blick auf das Olympiazentrum Kiel Schilksee und den Yachthafen. Im Sommer während der Kieler Woche schlägt hier das Seglerherz höher, im trüben Februar wird immerhin noch 2. Bundesliga im Schach gespielt! Foto: Eva Maria Zickelbein

HSK 2 steckt in diesem Jahr nach unglücklichem Saisonverlauf voll im Abstiegskampf und musste in diesem Wettkampf wieder auf viele Spieler verzichten. Nur zwei der ersten acht Spieler konnten aufgeboten werden und durch die Verlegungen in der 1. Bundesliga sind Konstantin Peyrer und Thies Heinemann auch schon in HSK 1 festgespielt.

Mit einem jungen Team traten wir gegen starke Kieler an, die auf dem Papier Favorit waren. Doch konnten wir dadurch vielleicht auch ein bisschen die Vorbereitung durcheinander bringen, denn dass Sipke Ernst an Brett 1 antreten würde, war relativ klar, danach war alles ziemlich offen. Der Wettkampfverlauf war super spannend und zog sich so lange hin, dass das einzige geöffnete Restaurant am Platze schon dicht war und wir auf einen Pizza-Service ausweichen mussten. Das klappte jedoch hervorragend und die Pizza schmeckte nach einem 4,5:3,5-Sieg natürlich doppelt so gut:

Quelle: Schachbund

Nach einem schnellen Remis von Merijn van Delft, gewann Henning Holinka eine scharfe Sizilianisch-Partie gegen seinen dänischen Mannschaftskollegen Vitus Bondo Medhus. Dass dann auch Jakob Weihrauch einen scharf angelegten Benoni gegen Magnis Arndt gewann, glich die Niederlage von Malek Koniahli gegen Jasper Holtel aus. Unser einziger Großmeister an dem Tag, GM Sipke Ernst, gewann überzeugend gegen Filip Boe Olsen, so dass wir uns, jetzt schon lange nach der Zeitnot, kaum noch Sorgen machen mussten. Zwar hatte es Isaac Garner schwer gegen Jakob Pajeken, doch wir führten 4:2 und Malte Colpe stand auf Gewinn gegen Daniel Kopylov. Leider aber verzettelte Malte sich nach der Zeitnotphase, verbrauchte viel Zeit und übersah dann wirklich den letzten Trick und verlor noch. So blieb es an Isaac, mit etwas Glück das Remis zu retten. Sowohl Isaac als auch Jakob wurden vom sehr netten Schiedsrichter Fabian große Beilage dazu verdonnert, die Partieformulare komplett abzuschreiben, da sie komplett unlesbar waren.

Für beide war jedoch noch Pizza übrig und so konnten, zumindest die HSKler, glücklich in die „Sportlerbetten“ im Olympiazentrum sinken und vom SV Mülheim Nord träumen, der der Gegner am Samstag ist.

Vielen Dank an den Einsatz von Andi Albers, der Merijn van Delft nachts bis nach Osnabrück fuhr, da Merijn heute in der Niederländischen Meesterklasse für seinen Klub Apeldoorn mit Meisterschaftschancen am Brett sitzt!

Die Tabelle vor der 8. Runde zeigt, wie eng es in Liga 2 zugeht! Doch mit diesem wichtigen Sieg haben wir es auf jeden Fall noch selbst in der Hand, den Abstieg zu vermeiden! Quelle: Schachbund

 

Blick auf die Bretter 5 bis 8: Vorn Faris Avdic und Jakob Weihrauch, hinten Henning Holinka und Malek Koniahli. Foto Eva Maria Zickelbein

 

Vor links Isaac Garner, dahinter Merijn van Delft, rechts Malte Colpe und vorne Sipke Ernst, der zuletzt bärenstark 3 aus 3 machte! Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Henning Holinka holten wir direkt an seinem Arbeitsplatz Caverion ab, wo er vor zwei Wochen seine Ausbildung beendet hat und nun übernommen wurde! Beeindruckend, wir er dann den jungen dänischen Nachwuchsspieler Vitus Bondo Medhus schlug! Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Spannung bis zur letzten Sekunde: hier hat sich Isaac mit Springer gegen Turm ins Remis gerettet. Foto: Eva Maria Zickelbein

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