Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste zum Reinschnuppern in den Klub: Jeweils Dienstag & Freitag von 19:00 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

HMM 2026 – HSK 21 (Kreisliga B) – Unverhofft ins Glück!

Einige Jahre hatten wir uns unter verschiedenen Namen als HSK 24, 25 oder 26 vergeblich daran versucht, den Aufstieg in die Kreisliga zu schaffen und waren – teilweise an den HSV erinnernd – immer kurz vor dem Ziel gescheitert. Schließlich konnte Bessie sich das Elend wohl nicht mehr mit ansehen und bot uns den Aufstiegsplatz ihrer Mannschaft in der Kreisliga an (es mag auch andere Gründe gegeben haben, über die wir aber nicht wissen).

Zum alten Stamm, von denen sich natürlich keiner durch die neue Aufgabe hat einschüchtern lassen – Ehre! – konnten mit Jan und Johannes erfreulicherweise noch zwei „Jung“-Talente verpflichtet werden, die ihre online erworbenen Fähigkeiten auch einmal an echten Brettern bzw. „neudeutsch“ OTB prüfen wollten. Unser Team damit wie folgt:

  1. Julian „Ich will lieber Schokolade!“ Wartenberg
  2. Theodor „Hat jemand einen Stift?“ Köhler
  3. Mikhailo (Misha) „Baby-Chef“ Babychev
  4. Quentin „Langsam spielen geht, ist aber sinnlos!“ A. Schenk
  5. Michael „Ich habe einen Stift!“ Schenk (MF)
  6. Jan „Johannes“ Mirgel – weil Michael die beiden immer noch durcheinander bekommt …
  7. Johannes „Jan“ Heeren – weil Michael die beiden immer noch durcheinander bekommt …
  8. Tanzhu „working man“ Bakhovluev (kam leider berufsbedingt nicht zum Einsatz)
  9. Dmitry „DSAM“ Bezverkhiy
  10. Helge „Ich komme 10 Minuten später!“ P. Cramer

und last but not least gegen den Endgegner St.Pauli

  • Jens „featured by HSK 21“ Schimmer

Gesetzt waren wir an fünf (von sieben) und das Ziel war natürlich der Klassenerhalt!

2ter Spieltag

Lurup – HSK 21

3 : 5

Wegen Schneewarnung war die erste Runde verschoben worden, so dass wir unseren Auftakt in Lurup feiern durften. Weniger Schnee, aber immer noch fix kalt und wenn Lurup von der Schellingstraße aus gesehen am Ende der Welt liegt, dann liegt dass zugehörige Spiellokal an dessen Ende!

Unser Gegner brachte im Schnitt fast 150 DWZ-Punkte mehr an die Bretter als wir. Aber mit unseren beiden noch DWZ-losen „Überraschungstüten“ und Theo, der – nachdem Quentin ihn kurz vor dem vollständigen Verlaufen und Erfrieren noch von der Straße picken konnte – mal eben eine 1943 an Brett 2 besiegte, konnten wir schon 2½ Punkte verbuchen. Den Rest besorgten Dmitry und Helge mit jeweils einem ganzen Zähler, während Michael noch einen halben zur Ergebnisabrundung beitrug.

Nur Julian musste sich in der letzten noch laufenden Partie des Abends in einem zwar gewonnenen, aber hochtaktischen Endspiel nach klassischer Springergabel auf König und Dame geschlagen geben.

Trotzdem, der Saisonauftakt für uns ebenso überraschend, wie erfreulich!

1ter Spieltag

HSK 21 – Harburg 2

2½ : 5½

Der Freude über den gelungenen Saisonstart folgte kurz darauf die kalte Dusche: Gegen die Gäste aus Harburg waren wir zwar leichter Außenseiter, aber dass wir gleich so abgefertigt werden, hatten wir nicht erwartet. Julian, Theo (½) und Jan hielten den Schaden zwar in Grenzen, vorschnellen Hoffnungen auf mehr als nur den nicht-Abstieg wurden aber – zumindest vorerst – Grenzen gesetzt.

Großes Lob aber auch auf diesem Weg an den gegnerischen Mannschaftsführer Ulf Langreder für die zügige und unkomplizierte Abstimmung bzgl. eines zeitnahen Nachholtermins zum Match der ersten Runde

4ter Spieltag

HSK 21 – Pinneberg 3

6 : 2

Da die Kreisliga in allen Staffeln mit jeweils sieben Teams ausgetragen wird, hatten wir in der dritten Runde Pause und kamen ausgeruht zum Duell gegen Pinneberg. Nach DWZ waren wir klarer Favorit, was bekanntlich noch nichts heißen mag, aber der Kampfeswille beim Gegner schien nicht übermäßig ausgeprägt: Jedenfalls wurden an zwei Brettern Stellungen aufgegeben, bei denen man vermutlich den „Vorteil“ schon bei uns sah. Vielleicht hat aber auch der lange Anreiseweg „Körner“ gekostet!

So lief das Match recht ungefährdet zu unseren Gunsten und zusammen mit den Brettpunkten war das Ziel des nicht-Abstiegs schon so gut wie erreicht.

5ter Spieltag

Eidelstedt 2 – HSK 21

5½ : 2½

Es folgte das Duell gegen den Vorletzten nach Startrang, allerdings war die „Chance“ auf den Abstieg bereits durch die Ergebnisse der anderen Matches bei null, so das höchstens noch die Frage interessierte, was eigentlich weiter weg liegt, Eidelstedt oder Pinneberg?

Vielleicht hätten wir uns aber doch besser auf das Schachspielen konzentriert, denn in dieser Runde lief bei uns überhaupt nichts zusammen. Es begann mit zwei kampflos abgegebenen Brettern und dann gab Jan auch noch einen halben Punkt und damit die zumindest theoretische Erst-DWZ von 2200 ab; immerhin war nun eine Erst-DWZ überhaupt berechenbar. Dazu kamen Punkte von Julian und Michael, dessen Gegner seine Dame mitten auf dem Brett so platzierte, dass sie keine Fluchtfelder mehr hatte. Aber mehr war an diesem Abend leider nicht zu holen.

6ter Spieltag

HSK 21 – Eimsbüttel 4

6 : 2

Dank der Ergebnisse der anderen Mannschaften war trotz des wechselhaften Saisonverlaufs sogar noch der Aufstieg zu schaffen, wobei uns dies zu diesem Zeitpunkt wohl noch eher als „Computervariante“ erschien! Erforderlich wären hierzu nämlich zwei Siege gegen die beiden topgesetzten Mannschaften.

Den Auftakt zur Jagd gab es gegen Eimsbüttel, die zum Glück ihr erstes und viertes Brett (DWZ 1900+ und 1600+) nicht dabeihatten, während wir aus dem Vollen schöpften konnten und Michael sich endlich mal als Non-playing Captain auf’s cheeren von der Seitenlinie konzentrieren konnte; es sei allerdings angemerkt: Für das Nervenkostüm ist selbst Spielen angenehmer!

Nichtsdestotrotz waren wir mit im Durchschnitt 1463 gegen 1488 der DWZ-Außenseiter. Doch dann ging es los: Nacheinander holten Quentin, Misha, Theo, Jan und Johannes volle Punkte und das Match war bereits um kurz nach neun entschieden. Dazu kamen noch halbe Punkte von Julian und Dmitry, so dass wir uns tatsächlich ein Endspiel um den Aufstieg erkämpft hatten.

7ter – und damit letzter – Spieltag

St.Pauli 8 – HSK 21

3½ : 4½

Was hätten wir uns zu Beginn der Saison als Kreisliga-Neuling mehr wünschen können, als das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen Pauli „auf Pauli“?!

Die Ausgangslage vor dem Match: Gewinnen und den Paulianern den zweiten Aufstiegsplatz in unserer Staffel „mopsen“ oder mit Remis oder weniger immerhin einen souveränen Klassenerhalt erreichen und auch nicht heulend das Stadion verlassen.

Zum ersten Mal in der Saison hatten wir jedoch leichte Aufstellungsprobleme! Uns fehlten an diesem letzten Spieltag Quentin und unser Top-Scorer Jan. Mit der Unterstützung unserer Schachwartes konnten wir aber Jens Schimmer gewinnen. Praktischerweise spielte Partnerin Andrea Schulz parallel ebenfalls Ersatz in der Kreisliga-D-Begegnung STP 9 – HSK 24. Hier ging es für Jörg Spreus Team allerdings gegen den Abstieg und wenn Andrea am letzten Brett schon gegen Tera ran muss, kann man sich das Ende leider denken; alle Einzelheiten hat Jörg hier zusammengefasst, unbedingt lesen!

Doch zurück zur HSK 21: Unser Ersatz Jens, eigentlich noch ein Turnierschach-Neuling (allerdings bereits mit „gepflegten“ 3½ aus 9 beim diesjährigen Grenke C-Open!) wird später noch einen nicht ganz unwichtigen halben Punkt beisteuern!

Als erstes war wie immer ein Schenk fertig – da Quentin, der diesen Titel sonst für sich beansprucht, nicht da war, sprang sein Vater erfolgreich in die Bresche, die sein Gegner für ihn mit zwei eingestellten Qualitäten schlug. Misha folgte dem Pfad nicht lange danach und kurz darauf stöhnte Theos Gegner auf, der am Ende seiner Variantenrechnung vergaß, seine angegriffene Figur zu decken oder in Sicherheit zu bringen. Die Partie ging dann zwar noch eine Weile, der dritte Punkt war aber nie in Gefahr.

Hinzu kam nun Jens sicheres Remis an Brett 8 und der mögliche Aufstieg schien schon fast an den beinahe-Vollmond über dem Millerntor geschrieben … Mannschaftsführer Michael sah trotzdem nicht glücklich aus, Julians Partie am ersten Brett wirkte ausgeglichen, doch „hinten“ an den Brettern 5 bis 7 schwanden die zum Teil erspielten Vorteile dahin. Zum Glück fand Brett 1 von St.Pauli im Endspiel dann aber nicht die richtigen Züge, um die Partie zu halten und wir konnten schließlich mit auch ein wenig glücklichen 4½ Punkten als Kreisliga-Underdog den Durchmarsch perfekt machen!

Hier zum genießen die Tabelle und unsere Einzelergebnisse auf den Verbandsseiten.

Danksagungen

Keine erfolgreiche Saison ohne die obligatorischen Danksagungen an die Väter des Erfolges: Als erstes muss natürlich Michael genannt werden, der – wie jedes Jahr – ein perfekter Mannschaftsführer war und es sogar bewerkstelligte, dass unsere Jugendlichen es (fast) immer ans Brett schafften (an der einen Ausnahme trägt er keine Schuld). Danke auch an Jens, der uns mit seinem Remis den Aufstieg rettete, sowie an unser „Edel-Maskottchen“ Nils Altenburg, der in Lurup und St.Pauli vorbeischaute und uns mit seiner Aura zum Sieg führte 😉

Zuletzt noch herzlichen Glückwunsch nach Harburg zum überzeugenden Staffelsieg – vielleicht treffen wir uns nächstes Jahr in der Bezirksliga zum Rückspiel.

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