Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste zum Reinschnuppern in den Klub: Jeweils Dienstag & Freitag von 19:00 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

HMM 2026, Kreisliga D: Farmsen gegen HSK 24 – Ringschrift Nr. 4

Den gegnerischen Mannschaftsführer Horst Sommer hab ich vor nicht allzu langer Zeit rein zufällig im schönen Eckernförde getroffen. Er war zu Besuch bei einem anderen Schachfreund, ich war in meiner alten Heimatstadt. Heute dann das Wiedersehen beim Wettkampf. Die Farmsener basteln noch an ihrer Aufstellung, bevor ihre Spielberichtskarte dann kurz vor 19:00 Uhr mit Namen gefüllt ist. Wir selbst laufen mit folgender Mannschaft auf:

  1. Jonny Skibb
  2. Jörg Spreu
  3. Linus Advani
  4. Dieter Wichmann
  5. Astrid von Holten
  6. Harald Meyer
  7. Horst Feis
  8. Volker Krause

Horst Feis verliert durch eine Taktik (Ausnutzung einer Fesselung) einen wichtigen Bauern und somit den Zusammenhalt seiner Stellung. Direkt im  Anschluss ist dann auch noch die Qualität weg. Feis legt die Waffen aus der Hand und gibt sich dem gegnerischen Mannschaftsführer Horst Sommer geschlagen. 0:1 gegen uns.

Volker Krause stellt mal wieder schwarzes Caro-Kann (1. e4 c6) aufs Brett. Sein Gegner Rainer Teuber wählt mit frühem weißen e5 die Vorstoßvariante. Weiß mit Raumvorteil im Zentrum, Krause mit späterem Raumvorteil am Damenflügel. Scheinbar wird auf die Brechstange verzichtet, da Krause wenig später das Remis vermeldet. Wir liegen 0.5 zu 1.5 zurück.

Wenig später findet sich Dieter Wichmann gegen seinen Gegner Klaus Böneke in verdorrter Stellung wieder. Niederlage und mannschaftliches 0.5 zu 2.5.

Ich (Jörg Spreu) gehe mit Schwarz in die Skandinavische Verteidigung (1.e4 d5). Anfangs stehe ich mit Raumnachteil und Schwachstellen in meiner Stellung unter Druck. Ich kann dann aber mit dem Bauernvorstoß …c5 und Figurentausch die Raumfrage entschärfen. Der anfangs starke gegnerische Läufer wird zur Trauerfigur, mein Springer hat dagegen schöne Felder. Die gegnerische Königsstellung ist auch geschwächt. Sorgen macht mir einzig die weiße Bauernmehrheit am Damenflügel. Mein Gegner Heiner Sudmann spielt 26.Td4 und bietet Remis. Ich nehme an. Dass der letzte Zug meines Gegners ein grober Fehler war und die Stellung völlig zu meinen Gunsten kippen ließ, habe ich erst auf der Rückfahrt bemerkt. Das sei daher hier nur eine schmerzhafte Randnotiz. 1:3 gegen uns.

Harald Meyer spielt bislang eine starke Saison. Heute steht er im schwierigen Schwerfiguren-Endspiel. Sein Gegner Heinz Molsner will aber eventuell zu viel und spielt nicht ideal. Meyer gewinnt taktisch Material und kann am Ende den Sieg davontragen. Nur noch 2:3 gegen uns.

Als Mannschaftsführer bleibe ich normalerweise bis zum Ende des Mannschaftskampfes an Bord. Heute muss ich allerdings früher los. Jonny Skibb übernimmt das Eintragen der restlichen Ergebnisse auf der Spielberichtskarte, und ich mache mich auf den Heimweg nach Kiel. Die restlichen Partien in wahrscheinlicher, aber nicht mehr unbedingt verbürgter chronologischer Reihenfolge.

Astrid von Holten steht gegen Ronald Koepke mit Mehrbauern im Turm- und Springerendspiel. Am Ende reicht es aber nicht zum Sieg und es wird das Remis vereinbart.

Als ich in früher Partiephase bei Linus Advani aufs Brett geguckt habe, stand eine dynamische und taktisch geprägte Stellung auf dem Brett. Sein weißer König verweigerte die Rochade und machte sich statt dessen bei vollem Brett auf den Weg nach Kc3. Für Advani sind solche wilden Stellungen nichts Ungewohntes. Diesmal schlug das Pendel allerdings zu Gunsten seines Gegners Ulrich Materne aus. Niederlage.

Jonny Skibb steht mit Weiß nach Königsindischem Angriff und guter Partie im Damen- und Leichtfiguren-Endspiel. Sieht eigentlich solide aus für Skibb. Wäre da nicht die aufkommende Zeitnot und eine tückische gegnerische Mattdrohung. Skibb vergreift sich, und sein Gegner Till Konstantin Abicht setzt zum zweizügigen Mattangriff an. Skibbs Königsstellung wird zum Totengewölbe. Endstand 2.5 zu 5.5 gegen uns.

Die Niederlage ist nicht schön, lag aber im Bereich des Erwartbaren. Die schwierigsten Gegner der Saison sind nun gespielt und mit Sasel IV und St. Pauli IX kommen in den letzten beiden Runden machbarere Gegner. Nächste Runde geht es erstmal gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt weiter; nämlich gegen Sasel IV. Für uns wohl der entscheidende Mannschaftskampf der Saison.

 

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