Freitagabend war es so weit: Wir durften mal wieder in die Schule gehen. Diesmal gab es sogar Toilettenpapier, und auch ansonsten waren unsere Gastgeber darauf bedacht, es uns so angenehm wie möglich zu machen. Die Tische wurden großzügig zusammengestellt und dann jeweils mit einer schönen roten Tischdecke bedeckt. Uns gefiel es gut. Nach und nach trudelten auch die letzten Spieler ein, sodass um 19.15 Uhr alle Partien liefen.
Nach nur einer Stunde führten wir bereits. Davyd Derhay hatte David Schramm eine Figur abgenommen, für die es keinerlei Kompensation gab. Unser Davyd hatte gegen David gewonnen.
Nur wenig später gewann auch Simon Wellnitz am achten Brett gegen Lukas Münster. Simon hatte schnell viel Druck gemacht, dem Lukas nicht sorgfältig genug begegnete. Wir führten nach gut einer Stunde schon mit 2:0.

Doch in der nächsten Stunde schmolz der Vorsprung dahin. Am zweiten Brett spielte Samuel Wiethüchter doch arg passiv gegen Leonard Kriz, der die Einladung gerne annahm und ordentlich nach vorne spielte. Am Ende gab es kein Entrinnen mehr für Samuel. Nur noch 2:1 Führung.

Wie setzt Samuels Gegner am besten nach: 29. …g4 fort?
Auch am siebten Brett sah es nicht gut aus, Elvin Bachschisadeh stürmte wie verrückt gegen Dustin Opasiak an. In so einer Partie ist Elvin nie zimperlich, riskiert viel und das wird in der Stadtliga auch gerne mal bestraft. So war es auch heute: 2:2.

Deutlich besonnener ging Florian Kugler am ersten Brett gegen Tom Busse zu Werk. Nach drei Stunden kam dabei jedoch nichts Zählbares heraus. Remis war für beide Spieler die logische Konsequenz. Remis auch am fünften Brett bei Deniz Schmitt gegen unseren Christian Wolf. Hier hatte ich über eine lange Zeit klare Vorteile für Christian gesehen. Schöne weiße Freibauern auf c5 und d5, dahinter ansprechend die Türme platziert, doch irgendwie war alles verschwunden. Nur Remis: 3:3.
Ich spielte am sechsten Brett gegen David Minges und dachte, ich sei gut aus der russischen Eröffnung gekommen. Doch David belehrte mich eines Besseren. Schließlich erreichten wir das gleichfarbige Läuferendspiel, wobei David noch einen Bauern hatte, ich aber nicht. Sehr genau spielte er das zum Sieg. Wir lagen jetzt mit 3:4 zurück.

Wie erlangt sein Gegenüber nun Vorteil?
Am dritten Brett spielte noch Ivan Ahrykov gegen Lennert Parnitzke. Ivan lebte nur noch von dem Inkrement. Er zog jedes Mal, wenn er noch 10 Sekunden hatte. Aber mit seinen verbliebenen beiden Türmen und einem weit vorgerückten Freibauern auf d6, dann auf d7, waren seine Figuren der Dame von Lennert doch deutlich überlegen. Das war meisterlich gespielt. Als die Umwandlung unvermeidlich war, gab Lennert auf. Wir hatten zum 4:4 ausgeglichen.
Am 22.05. geht es gegen Blankenese. Da wollen wir unbedingt gewinnen und damit vielleicht doch noch die Klasse halten. Wir freuen uns auf diesen Wettkampf.