Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste zum Reinschnuppern in den Klub: Jeweils Dienstag & Freitag von 19:00 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

HMM 2026, Stadtliga-A: Weiße Dame 2 vs. HSK 8 – zurück in die Schulzeit!

Freitagabend war es so weit: Wir durften mal wieder in die Schule gehen. Diesmal gab es sogar Toilettenpapier, und auch ansonsten waren unsere Gastgeber darauf bedacht, es uns so angenehm wie möglich zu machen. Die Tische wurden großzügig zusammengestellt und dann jeweils mit einer schönen roten Tischdecke bedeckt. Uns gefiel es gut. Nach und nach trudelten auch die letzten Spieler ein, sodass um 19.15 Uhr alle Partien liefen.

Nach nur einer Stunde führten wir bereits. Davyd Derhay hatte David Schramm eine Figur abgenommen, für die es keinerlei Kompensation gab. Unser Davyd hatte gegen David gewonnen.

Nur wenig später gewann auch Simon Wellnitz am achten Brett gegen Lukas Münster. Simon hatte schnell viel Druck gemacht, dem Lukas nicht sorgfältig genug begegnete. Wir führten nach gut einer Stunde schon mit 2:0.

Am 8. Brett hatte Simon soeben (mit Hintergedanken) einen Läufer gegen einen Springer auf f3 getauscht. Wie kommt er mit Schwarz nach 16. Lxf3 in Vorteil?

Doch in der nächsten Stunde schmolz der Vorsprung dahin. Am zweiten Brett spielte Samuel Wiethüchter doch arg passiv gegen Leonard Kriz, der die Einladung gerne annahm und ordentlich nach vorne spielte. Am Ende gab es kein Entrinnen mehr für Samuel. Nur noch 2:1 Führung.

In dieser Stellung steht Schwarz bereits unter Druck.
Wie setzt Samuels Gegner am besten nach: 29. …g4 fort?

Auch am siebten Brett sah es nicht gut aus, Elvin Bachschisadeh stürmte wie verrückt gegen Dustin Opasiak an. In so einer Partie ist Elvin nie zimperlich, riskiert viel und das wird in der Stadtliga auch gerne mal bestraft. So war es auch heute: 2:2.

Elvin versucht den Druck gegen den schwarzen König, der noch nicht rochiert hat, aufrecht zu erhalten und spielt hier: 16. Tf3. Sein Gegner kontert mutig mit: 16. …e5.

Deutlich besonnener ging Florian Kugler am ersten Brett gegen Tom Busse zu Werk. Nach drei Stunden kam dabei jedoch nichts Zählbares heraus. Remis war für beide Spieler die logische Konsequenz. Remis auch am fünften Brett bei Deniz Schmitt gegen unseren Christian Wolf. Hier hatte ich über eine lange Zeit klare Vorteile für Christian gesehen. Schöne weiße Freibauern auf c5 und d5, dahinter ansprechend die Türme platziert, doch irgendwie war alles verschwunden. Nur Remis: 3:3.

Ich spielte am sechsten Brett gegen David Minges und dachte, ich sei gut aus der russischen Eröffnung gekommen. Doch David belehrte mich eines Besseren. Schließlich erreichten wir das gleichfarbige Läuferendspiel, wobei David noch einen Bauern hatte, ich aber nicht. Sehr genau spielte er das zum Sieg. Wir lagen jetzt mit 3:4 zurück.

Armin will mit Hilfe von 17. …Lc7 weiter seine Figuren entwickeln.
Wie erlangt sein Gegenüber nun Vorteil?

Am dritten Brett spielte noch Ivan Ahrykov gegen Lennert Parnitzke. Ivan lebte nur noch von dem Inkrement. Er zog jedes Mal, wenn er noch 10 Sekunden hatte. Aber mit seinen verbliebenen beiden Türmen und einem weit vorgerückten Freibauern auf d6, dann auf d7, waren seine Figuren der Dame von Lennert doch deutlich überlegen. Das war meisterlich gespielt. Als die Umwandlung unvermeidlich war, gab Lennert auf. Wir hatten zum 4:4 ausgeglichen.

Am 22.05. geht es gegen Blankenese. Da wollen wir unbedingt gewinnen und damit vielleicht doch noch die Klasse halten. Wir freuen uns auf diesen Wettkampf.

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