Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste: Wir bieten freitags von 18:30 – 22:00 Uhr einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Kreisliga D: HSK 22 – HSK 21

Die Saison in der Kreisliga D begann mit dem HSK-internen Duell HSK 22 gegen HSK 21.

HSK 22 ist das eingespielte Team von Mannschaftsführer Dieter Floren, das sich in der letzten Saison in der Kreisliga behauptet hat. HSK 21 ist ein neues Team, das aus erfahrenen Spielern einerseits und neu oder wieder zum Schach gekommenen Spielern andererseits zusammengestellt worden ist.

So spielte beispielsweise Markus Berg in der ersten Runde gegen Ole Bues seine erste Turnierpartie und auch Claudius Dietzel hat seit mehr als 20 Jahren keine Turnierpartie mehr gespielt. Andreas Lascheit (von der HSG/BUE zu uns gekommen, die sich ja aufgelöst haben) und Andreas Wittenberg sind erfahrene Spieler, Cynthia Yumi Kraft ist seit ca. zwei Jahren bei uns, hat schon einige Turniere gespielt und z. B. bei der DSAM sehr gut abgeschnitten. Auch Chad Smith kam während der Corona-Zeit zu uns, genau wie auch Jascha Suhr und Thore Hansen. Wolfgang Nagel und Astrid von Holten spielten viele Jahre zusammen in einem Team und wir sind sehr froh, dass sie jetzt unser Team verstärken und perfekt bei uns reinpassen. Helge Colpe und ich an den Spitzenbrettern wollen uns eher zurückhalten, könnten in wichtigen Wettkämpfen aber natürlich auch einmal am ersten oder zweiten Brett auftauchen 😉

Wenn die Medienreferentin die Mannschaftsführerin ist, gibt es am Foto natürlich keinen Weg vorbei! HSK 21 in der Kreisliga D 2023: Chad Smith, Cythia Kraft, Andreas Wittenberg, Mykhailo Babychev, Markus Berg, Claudius Dietzel, Andreas Lascheit und Astrid von Holten. Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Endlich wieder HMM im HSK-Schachzentrum: an diesem Freitag fanden nur zwei Wettkämpfe statt, so dass reichlich Platz war:

Blick in den Spielsaal im HSK-Schachzentrum. Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Der Wettkampfverlauf war schon relativ früh sehr positiv für HSK 21: Eine knappe halbe Stunde vor dem Start der Runde, musste Wolfgang Nagel leider mit einer Reifenpanne passen. Gut, dass vorher Jugendtraining war und gut, dass Mischa Babychev noch im Klub rumrannte und wir ihn verpflichten konnten. Dass Mischa auf der Reserveliste gelandet ist und überhaupt für uns spielen durfte, ist leider ein Versehen (er gehört mindestens in die Bezirksliga), aber so hatten wir Glück im Unglück und Mischa steuerte relativ zügig den ersten Punkt bei: Er gewann am siebten Brett gegen Helmut Bruger. Die Analyse zeigte aber einen interessanten Verlauf und bestimmt haben beide etwas gelernt!

Analysiert wurde auch der zweite Punkt für HSK 21, den Claudius Dietzel gegen Marianne Graffenberger beisteuerte. Hier sahen wir einen Franzosen auf dem Brett, in dem Marianne etwas eigenwillige Entwicklungsfelder für ihre Figuren fand und daran schnell krankte: ein Bauer auf h2 flog weg, dann noch ein zweiter und dann brachte Claudius trotz langer Schachpause den Karren sicher nach Haus!

Auch Mariannes Mann Wilhelm Graffenberger hatte mit den weißen Steinen keinen Erfolg an diesem Abend: Chad Smith spielte sehr konzentriert eine Art königsindischen Aufbau. Zuerst sah es für mich so aus, als könnte Wilhelm den Laden zusammenhalten, weil am Königsflügel eine ziemliche Blockade herrschte, dann aber ging etwas in der b-Linie und als Wilhelm dort das Feuer löschte, fing es am Königsflügel lichterloh an zu brennen – 3:0 für HSK 21.

Den Anschlusstreffer besorgte dann Ole Bues gegen Markus Berg in einer faszinierenden und lehrreichen Partie! Positionell war so viel drin in dieser Partie und dann entwickelte sich dann auch noch eine Schwerfigurenendspiel, in dem Markus die Dame gegen zwei Türme “gewann” und Dauerschach hätte geben können. Mit ein bisschen mehr Erfahrung hätte er dieses mit Kusshand genommen, aber in seiner ersten Turnierpartie spielte er noch tapfer auf Gewinn weiter (der dann aber in weite Ferne gerückt war). Die Analyse im Blitzraum unten dauerte so lange, da die Partie so interessant war, dass wir den weiteren Wettkampfverlauf ein bisschen verpassten:

Zwei weitere Punkte steuerten die beiden “Andreasse” – Lascheit und Wittenberg – an den Brettern zwei und drei bei. Cynthia Kraft spielte lange auf Gewinn gegen Dieter Floren, der sich aber umsichtig in einem Springerendspiel zum Remis verteidigte, das ich als sehr viel besser für Cynthia eingeschätzt hatte. Schließlich verloren wir dann noch am achten Brett in der Partie Liliana Knops gegen Astrid von Holten, da Astrid nach der mehrjährigen Schachpause erst einmal wieder reinfinden muss und schon in der Eröffnung viel Zeit verbrauchte, die ihr dann später fehlte.

Der Abend hat richtig Spaß gemacht, dieses Team wird noch interessante Matches erleben, viel lernen, einige Punkte machen, auch einmal Lehrgeld bezahlen – in jedem Fall aber von dem gemeinsamen Erlebnis profitieren!

Die Einzelergebnisse:

Endergebnis HSK 22-HSK 21, Quelle: Hamburger Schachverband

 

Unser Team in der ersten Runde! Fotos: Eva Maria Zickelbein

 

Weiter geht’s am Freitag den 03. Februar, wieder zu Hause im HSK-Schachzentrum, gegen unsere Freunde von den Schachelschweinen!

Eva Maria Zickelbein

 

 

 

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