Wo die Zecken Ecken lecken und die Gecken Schnecken schrecken …
Nee, noch mal neu ansetzen! Also:
Während sich linksrheinisch neckisch Jecken recken,
an der Elbe wack’re Recken Waffen strecken.
Tätää!
Aus gutem Grund bleibt der Karneval in Kölle. Denn um es kurz zu machen: Gegen die zweite Kavallerie von Königsspringer gab es für uns nichts zu holen. Wir verloren den Wettkampf mit 2,5 zu 5,5 Punkten.
Am verbissensten wehrte sich noch unsere Prinzengarde: Ivan und Davyd an den Brettern 3 und 4 blieben lange standhaft und trotzten ihren Gegnern jeweils ein Remis ab. Unser Dreigestirn an den Brettern 6 bis 8, wo wir uns mit Ersatzspielern für diese 3. Runde sehr gut verstärkt hatten, lieferte ebenfalls einen Kampf auf Augenhöhe ab. Eine Punkteteilung gab es ebenfalls bei Simon und Philipp an den Brettern 7 und 8. Beide spielten positionell sehr stark, das Remis war nie in Gefahr, doch gegen ebenso starke Kontrahenten leider auch nicht mehr drin. Zu Erik an Brett 6 kommen wir gleich. Den weiteren halben Punkt holte Samuel an Brett 2, der erneut die weißen Steine führte. Seine Schlussstellung in Runde 3 ähnelte der aus Runde 2 mit dem Unterschied, dass jeweils noch ein Turm mehr auf dem Brett war. So weit, so gut.
Böse erwischte es hingegen den Schreiber dieser Zeilen an Brett 5, der in einer Variante der Ponziani-Eröffnung unter die Räder der gegnerischen Streitwagen kam. Nicht nur ging beim Übergang ins Endspiel die Qualität zur Qual unseres Helden recht „zwangsläufig“ verloren, am Ende besiegelte der „Sargnagel“ auf d6 sein Schicksal. Wesentlich solideres Schach spielten Florian an Brett 1 und Erik an Brett 6, die sich beide überaus respektable Stellungen erarbeitet hatten. Schlussendlich gaben Kleinigkeiten hier jeweils den Ausschlag, sodass sich das Blatt gegen uns wendete.
Wir sind Sportsleute genug, um die Überlegenheit des gegnerischen Teams an diesem Tag anzuerkennen. Auch sind wir Sportsleute genug, um die teilweise deutlichen DWZ-Unterschiede zwischen Königsspringer und uns an mehreren Brettern gar nicht erst zu bemühen. Schließlich sind wir Sportsleute genug, um hier Stellungen zu zeigen, die uns zwar schmerzen, weil unsere Gegner in Vorteil kamen, die jedoch gleichwohl lehrreich sind.
Denn was immer überwiegt, ist die Liebe zum Spiel.
Es gibt kein Bier auf Hawaii.

In dieser Stellung (nach 31. … a3) ist bereits mehr als Hopfen und Malz verloren. Nachdem ich meinen Freibauern auf a3 abgestellt habe, lächele ich meinen Gegenüber verschmitzt an. Er lächelt nicht weniger verschmitzt zurück, ignoriert den Bauern und zieht natürlich 32. Th4, worauf wir uns, beide immer noch lächelnd, die Hand reichen.
Marmor, Stein und Eisen bricht.

Und leider auch die Festung von Florian am Spitzenbrett. – Wie beantwortet sein Gegner Florians letzten Zug, die lange Rochade?
Atemlos durch die Nacht.

Stellung nach 31. … Kf8. Die Luft wird merklich dünner im schwarzen Lager. Hier gibt es gleich mehrere gute Fortsetzungen für Weiß. Die Engine schlägt 32. Tc7 vor. Florians Gegner entschied sich zu 32. Le6.
Hello again.

Erik hat soeben auf h3 eine Leichtfigur abgetauscht, um sich zu entlasten. Doch schon schaut der Läufer auf h3 in seine Königsstellung hinein. Die Engine zeigt hier bereits Vorteil für Schwarz an. Erik spielt nun 28. De2, um das Eindringen weiterer schwarzer Steine in seine Stellung zu erschweren.
Sein Gegner antwortet mit der Drohung 28. … Lh6. Objektiv gesehen scheint der Damentausch auf f1 und die anschließende Besetzung des Feldes mit dem schwarzen Turm noch stärker zu sein, weil die weißen Figuren hiernach nahezu paralysiert sind und Schwarz Zeit hat, den schwarzfeldrigen Läufer ins Spiel zu bringen.