Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Wir beginnen mit der Öffnung des Klubheims am 31.7.2020. Freier Spielbetrieb unter Einschränkungen (nur) freitags von 18.00 – 22.00 Uhr. Anmeldung unter schachklub@hsk1830.de erforderlich. Genaue Bedingungen hier.

Bezirksliga C: HSK 14 mit zweitem Heimsieg

Am 23. Januar stand für HSK 14 das erste richtige Heimspiel an: Gegen NTSV 2 führten wir schon von Beginn an mit 2:0, weil die Niendorfer ohne ihre beiden Spitzenbretter antreten mussten. Das war dann natürlich schon einmal ein dickes Pfund im Mannschaftskampf an acht Brettern. Simon Demel marschierte schnurstracks ins Training von Alexander Bodnar, und Jamshid Atri freute sich über ein paar Bitzpartien mit der wegen eines Landesligaeinsatzes in der 2. Runde gesperrten Mannschaftsführerin Eva Maria Zickelbein.

Den ersten am Brett ausgespielten Punkt erzielten die Niendorfer: am dritten Brett hatte Stefan Ziefle leider keinen guten Tag erwischt und verlor gegen Werner Stubbe. Danach ging es aber wieder in die richtige Richtung in der HSK-Hölle: Azadeh Lotfifar (HSK 28), die spontan für den krankheitsbedingt ausfallenden Gerd Joppe eingesprungen war, gewann eine schöne aktive Angriffspartie gegen Michael Zeides! Und auch unser zweiter Spieler „von der Bank“, Leif Dietrich aus HSK 17, punktete sicher! An dieser Stelle noch einmal sorry, dass ich Leif nicht über den Farbwechsel informiert habe, aber auch mit Schwarz gewann er souverän seine Partie gegen Siegfried Seidel. Damit hatten wir schon einmal 4 Punkte und noch drei laufende Partien. Während wir unten in der Cafeteria in großer Runde die Partien von Azadeh und Leif analysierten, kam zufrieden Jens Hüttmann nach unten und schnappte sich ein Bierchen: Im 19. Zug bot sein Gegner Hans-Werner Schaade beim Damentausch eine Punkteteilung an! Jens griff gerne zu, denn so sicherte er nicht nur den zweiten Sieg von HSK 14, sondern konnte auch einigermaßen zeitig nach Hause und leidlich ausgeschlafen in den nächsten Arbeitstag starten!

Weiter ging es mit Klaus Diekmanns Partie gegen den erfahrenen Edgar Assmus. Klaus musste sich mit einer Aljechin-Verteidigung auseinandersetzen und spielte voll auf Königsangriff, bei dem er allerdings die eigene Rochade vergaß. Da dies nicht konsequent bestraft wurde, fanden sie sich in dieser Stellung wieder:
HSK 14 - Diekmann
In dieser Stellung konnte sich Klaus als Weißer am Zug leider nicht von seinem Plan g4 mit Läufergewinn verabschieden, denn hier ging es, wie einige Züge vorher gedroht, natürlich nicht mehr. Das Beispiel zeigt, dass man sich nach jedem Zug neu über mögliche Pläne und Drohungen bewusstwerden muss. Hier hätte Klaus aber mit 29. Sxc7 großen Vorteil erzielen können, weil der Läufer auf h5 langfristig nicht mitspielen kann.

Beim Stand von 4½:2½ lief dann nur noch die Partie von Thore Hansen mit Schwarz gegen Gregor Klaeke. In einem Italiener entwickelte sich ein interessantes strategisches Duell mit aktiverem Spiel für Thore. Es befand sich aber immer im Gleichgewicht, bis Gregor Klaeke im 29. Zug fehlgriff und den Ausgleich mit einem falschen Turmschwenk wegwarf.
HSK 14 - Hansen
29. Th4 stellt den Turm ins Nichts. Wenn er auf der f-Linie bleibt, steht Schwarz zwar leicht besser, aber es ist noch ein hartes Stück Arbeit. Thore verwandelte den Vorteil fast ganz sicher zum 5½:2½ für HSK 14.

Damit stehen wir nach zwei Runden mit vier Punkten auf dem dritten Platz und reisen am Freitag, 7. Februar zum SKJE 4, der Nr. 1 der Setzliste, der bisher aber fast ohne Einsatz seiner Spitzenbretter ausgekommen ist.

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