Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste: Jeweils Dienstag & Freitag von 18:30 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Deutsche Schachjugend e. V. und Spenderbrett der DSJ

Quelle: DSJ e.V.
Quelle: DSJ e.V.

Am 08.04.21 wurde es offiziell: Das Berliner Vereinsregistergericht bestätigte die Eintragung der Deutschen Schachjugend e. V. ins Vereinsregister.

Die DSJ berichtet: Es ist vollbracht: Deutsche Schachjugend e.V.

Die Deutsche Schachjugend hat im Gründungsmonat ein Spenderbrett eingerichtet und mit vier Feldern unterstützen der HSK und Christian Zickelbein die Deutsche Schachjugend:

Quelle: DSJ e.V.

Jörg Schulz schreibt dazu im DSJ Newsletter:

Rückblick: Wer sind Dr. Dieter Rasch und Hans-Joachim Müller?

Auf dem Gründungsbrett der DSJ finden sich auf den Feldern g1 und h2 folgende Einträge:
g1 Hans-Joachim Müller HSK von 1830
h2 Dieter Rasch HSK von 1830
Mit dieser schönen Geste will der Hamburger Schachklub an die langjährigen früheren Vorstandsmitglieder der DSJ erinnern. Eine tolle Idee. Vielen Dank dafür!

Dr. Dieter Rasch und Hans-Joachim Müller sind in der Jugendarbeit des Hamburger Schachklubs unter Christian Zickelbein (Feld h1, Mitgründer der DSJ) groß geworden und haben sich über viele Jahre im Vorstand des Hamburger Schachjugendbundes engagiert. Später sind sie dann, wie so oft in der DSJ-Geschichte auf die Bundesebene zur DSJ gewechselt. Beide haben sich im Aufbau des Spielbetriebes engagiert und verschiedene Positionen dazu im Vorstand besetzt.

Hans-Joachim Müller war in der DSJ von 1974 – 1985 aktiv und Dr. Dieter Rasch von 1980 – 1990. Dieter Rasch war lange Zeit auch federführendes Mitglied im Ausschuss für Spitzensport (ASS), ein hart umkämpftes Gremium, denn dort wurde über Kaderzugehörigkeit und Nominierungen entschieden, als die DSJ noch für den Leistungssport zuständig war. Ihm wurde 1990 die goldene Ehrennadel der DSJ verliehen.

Von Dieter Rasch habe ich viel gelernt, als ich Ende der siebziger Jahre in den Vorstand des Hamburger Schachjugendbundes kam. Vor allem als 1. Vorsitzender des HSJB habe ich mir oft Rat von ihm geholt. Und als ich Ende der Achtziger 1. Vorsitzender der DSJ wurde, durfte ich wieder mit ihm eine kurze Zeit zusammenarbeiten. Er hat auch Fußspuren in der Farbenlehre (er wurde nach erfolgreichem Studium Chemiker) hinterlassen, denn nach ihm wurde in Hamburg anhand seiner stetig getragenen Pullover die Farbe Raschpulloverrot benannt.

Mit Hans-Joachim Müller verbindet mich eine meiner peinlichsten Momente in meiner Funktionärslaufbahn. Bei einer Veranstaltung sollte ich ihn als nächsten Redner ankündigen und als ich den Namen ausrufen wollte, kam er mir nicht über die Lippen, denn ich hatte ihn noch nie benutzt. In Hamburg und darüber hinaus wurde er nur Geheimi gerufen. Und unter diesem Spitznamen musste ich ihn dann auch ans Rednerpult bitten. Geheimi kann man auch als Vorgänger vom DSJ-Cheflayouter Gustaf Mossakowski bezeichnen. Nur dass er nicht mit Computer und Layoutprogrammen arbeitete. Er malte oder besser ritzte aus der Hand komplizierteste Titelbilder für die frühen Meisterschaftszeitungen auf Matrizen, die dann in Druckmaschinen eingespannt wurden, die wiederum mit der Handkurbel bedient wurden. Die Druckmaschinen waren meist echte Drecksschleudern, was man oft nach Meisterschaften an schwarz bepunkteten Zimmerwänden in Jugendherbergen sehen konnte. Machte man auf der Matrize einen Mal- oder Schreibfehler, so gab es eine übelriechende rote Flüssigkeit, mit der man die Fehler überpinselte, so dass da keine Druckerfarbe mehr durchkam.

Die DSJ bedankt sich beim Hamburger Schachklub, dass sie mit den Feldern g1 und h2 an diese beiden Vorstandsmitglieder aus der ersten Hälfte, der nun schon über fünfzigjährigen Geschichte der DSJ erinnern.

Jörg Schulz

 

Dieter Rasch (links) und Hans-Joachim Müller bei der Turnierleitung des II. Klaus-Junge-Gedenkturnier anlässlich des 150jährigen Jubiläums des HSK. | Foto: HSK Archiv

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