Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Da müssen wir durch. Vom 2. bis zum 30. November schließen wir unser Klubheim wieder. Es besteht ein absolutes Betretungsverbot. Ausnahmen, um z.B. wichtige Unterlagen aus dem Klub zu holen, müssen bei unserem Hygienebeauftragten Manfred Stejskal beantragt werden.

HSK 18 mit starker Ersatzbank, Kreisliga A, 2. Runde

Nach einer heftigen 1:7-Niederlage im Bruderkampf gegen HSK 17 gab es erneut Schwierigkeiten, acht Bretter zu besetzen. Diesmal standen sogar nur vier Stammspieler zur Verfügung.
Unseren Gastgebern ging es nicht viel besser. Auch die Langenhorner Schachfreunde 2 hatten in der 1. Runde verloren, zwar nur mit 2½:5½ beim TV Fischbek 3, aber auch ihnen fehlten vier Stammspieler, die sie annähernd gleichwertig ersetzen konnten.

Unsere vier Ersatzspieler bedeuteten jedoch eine Verstärkung des eigentlichen Kaders.
Von der Reserveliste kamen Hossein Fasahat (317) und Jordi Richter (323), und Hossein legte auch das 1:0 vor, weil seine Gegnerin mit einer Figur mehr auf ihre Freibauen setzte und den nach h6 strebenden weißen Bauern erst beachtete, als er mit seiner Dame das Mattfeld g7 schon gesichert hatte. Kurz danach nahm David Goldmann an Brett 2 ein Remisangebot seines Gegners in ausgeglichener Stellung an. Und nach dem überzeugenden Endspielsieg von Jordi Richter an Brett 8 einigten sich am Spitzenbrett auch Ernst Kunz und Hugo Schulz auf Remis. Wir führten 3:1, und kurz nach 21 Uhr meldete Michael Schenk (aus HSK 27) seinen Sieg zum 4:1.

Um 21.25 Uhr kam Julian Wartenberg (ebenfalls HSK 27) mit einem Remisangebot seines Gegners – die Annahme sicherte uns 4½ Punkte und damit den Mannschaftssieg, der für den Kampf um den Klassenerhalt hohe Bedeutung haben kann. Jedenfalls entspannt er die Vorbereitung auf das nächste Match in der 3. Runde, das wir, obwohl es ein Heimkampf ist, am 14. Februar auswärts beim SKJE 5 im Wilhelm-Gymnasium austragen müssen.

Kurz nach 22 Uhr erhöht Joris Raschke durch sein Remis an Brett 3 auf 5:2. Die letzte Partie an Brett 4 werden wir wohl verlieren; Marten Lohmann hat in der Eröffnung als Schwarzer den Bb7 verloren und kaum wirkliches Gegenspiel bekommen. Nun kämpft er mit der Qualität weniger ohne große Aussichten, aber er hatte es natürlich besonders schwer, denn er musste vier Bretter aufrücken. Und so kommt’s: 5:3 – wichtige Punkte!
Es ist beruhigend, so starke Ersatzspieler auch kurzfristig einsatzbereit zu wissen. Wichtig für das Team ist auch die Unterstützung durch meine Tochter Eva Maria, die fast alle Partien analysiert, was ich allein gar nicht mehr leisten kann. Sie wird mir immer dann fehlen, wenn zwei unserer Teams am selben Tag an unterschiedlichen Orten spielen.

Habe ich Martens Partie noch während des Wettkampfes charakterisiert, blicke ich nun zufrieden auf einen erfolgreichen Wettkampf zurück. Aber sein scheinbar klares Ergebnis sollte uns nicht täuschen: Unsere Gegner hatten durchaus ihre Chancen. Ein Beispiel sei hier im Bild dargestellt, weil ähnliche Versäumnisse auch in unseren Partien immer mal vorkommen:

Zu dem „Läuferopfer“ auf f5 hatte Schwarz den Weißen fast schon gezwungen. Weiß hoffte nun auf seine Annahme und das klassische Remis durch Dauerschach.
Darauf wollte Schwarz aber nicht hereinfallen, sondern lieber mit seinen Freibauern auf dem Damenflügel gewinnen. Also spielte er 23…b5 24.h4 Db3? [Nach 24…b4 25.h5 Dc6! hätte Schwarz auf Gewinn gestanden] 25.h5 Dd5 [und erst als das Bäuerlein sein Ziel fast erreicht hatte, versucht er seine abseitige Dame wieder an der Verteidigung zu beteiligen] 26.h6! 1–0
So etwas erlebt, wer nur die eigenen Pläne verfolgt. statt sich auch mit den Plänen des Gegners zu beschäftigen…

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