Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Die Corona Einschränkungen im Sport sind beendet!
Für Spieler, Gäste und Zuschauer gibt es keine Auflagen mehr!

Einen offenen Spielbetrieb auch für Gäste gibt es jeden Freitag von 18:30 – 22:00 Uhr. Wir freuen uns über alle Interessierten , die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Trauer um Benjamin Zickelbein

Wie sollen wir in Worte fassen, was nicht zu begreifen ist? Benjamin Zickelbein,  unser Mink,  ist am Montag, 04. April 2022, mit 42 Jahren im UKE nach fünf Monaten schwerer Krankheit gestorben.

Beim Feiern des Klassenerhalts von HSK II 2018 im Schanz-Elysée, Minks zweitem Wohnzimmer in der Schanze, konnten wir noch unbeschwerte Zeiten erleben. Nun wird es nie mehr so sein – es ist noch völlig unwirklich:

Foto: Eva Maria Zickelbein

Mink spielte vor allem Fußball und Tennis, aber auch im Schach erreichte er mit wenig Anstrengung ein ordentliches Niveau. Mit sieben Jahren war er Dritter im Finale der Hamburger Meisterschaft U10, und dann spielten Dirk Sebastian und er als Gäste in der Beo-Mannschaft des Gymnasiums Bornbrook. Er war in HSK-Teams und in den letzten Jahren mit Kycken beim SC Sternschanze aktiv und unterrichtete viele Jahre Schulschachgruppen, brachte Schach an die Schule Monadrei, an der er als Erzieher angestellt war. Mink war ein ausgezeichneter Schachlehrer und ein hervorragender Fußballtrainer – der Fußball war sein Schwerpunkt beim SC Sternschanze. Mit seiner sozialen und antikapitalistischen Lebenseinstellung hat er es geschafft, die Welt ein bisschen besser zu machen!

„Es ist kein Mensch, es ist kein Tier, es ist die Nummer 4!“ So wandelte Mink den alten Bundeswehr-Spruch der Grenadiere um für sein Motto auf dem Fußballplatz mit seiner geliebten Nummer 4.

Das sah man auch beim Schach-Fußball-Turnier des SV Weder Bremen im Jahr 2012, bei dem der HSK in geliehenen Trikots des SC Sternschanze mit einer bärenstarken Truppe alles abräumte, beim Fußball auch vor allem dank der Nummer 4:

Gleich drei Mann muss Werder aufbieten, um Mink zu stoppen!
Foto: Werder Bremen
Unser Team von links nach rechts: GM Niclas Huschenbeth, Benjamin Zickelbein, Eva Maria Zickelbein, Raimund Klein, Paul Doberitz, Felix Meißner, IM Merijn van Delft, GM Loek van Wely.
Foto: Werder Bremen

Noch nicht einmal anderthalb Jahre ist es her, dass unser Freund Jens Hüttmann so plötzlich verstorben ist. Wir kannten uns seit der Schulzeit am Gymnasium Oldenfelde, an dem auch Mink 1998 sein Abitur gemacht hat. Wirklich glücklich waren wir oft und diese Erinnerungen werden immer bleiben, besonders auch an die gemeinsamen Reisen nach Frankreich zum Wein-Open – hier bei der Besichtigung des Château Tour de By:

Benjamin Zickelbein, Jens Hüttmann und Eva Maria Zickelbein glücklich in Südfrankreich.
Foto: Eva Maria Zickelbein

Mink hinterlässt seine Lebensgefährtin Frauke und seinen fünfjährigen Sohn Wanja, sein Ein und Alles. Frauke und Wanja waren sein größtes Glück. Bei einem unserer letzten Besuche im Krankenhaus sagte er: „Das Leben ist unfair. Nun hatte ich zwei Menschen gefunden, mit denen ich glücklich war!“ Es ist unfassbar und hat nichts mit Logik und Gerechtigkeit zu tun – wir werden nie vergessen, Mink, mit welcher Freude und Hingabe Du Wanja alles hast erleben lassen, und wir werden unser Bestes geben, Frauke und Wanja in Deinem Sinne zu unterstützen!

Eva Maria und Christian Zickelbein

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