Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Da müssen wir durch. Vom 2. bis zum 30. November schließen wir unser Klubheim wieder. Es besteht ein absolutes Betretungsverbot. Ausnahmen, um z.B. wichtige Unterlagen aus dem Klub zu holen, müssen bei unserem Hygienebeauftragten Manfred Stejskal beantragt werden.

2. Bundesliga, 6. Runde: HSK II mit verpassten Chancen

SV Glückauf Rüdersdorf 4½:3½ HSK II
Nachdem wir am Sonnabend ziemlich ohne Chance verloren hatten, haben wir uns am Abend beim Italiener mit der Mannschaft zusammengesetzt und eine Matchstrategie für den Sonntag überlegt. Klar war, dass es an den Spitzenbretter schwierig werden würde und dass wir vor allem an den mittleren Bretten Chancen bekommen könnten.

Anfangs ging der Plan gut auf. Felix Meißner hat mit Weiß an Brett 2 seine Vorbereitung bekommen und den 2500er Gegner sofort ausgebremst: schnelles Remis. Julian Kramer hatte Schwarz an Brett 5 und seine Partie war bis ins Endspiel die ganze Zeit ungefähr im Ausgleich: ebenfalls Remis. Frank Bracker hatte mit Schwarz an Brett 3 ein klassisches Damengambit und hat richtig stark gespielt: erstmal solide gegengehalten und dann nach und nach die Initiative übernommen: Gewinn für Frank the Tank.

Es gab genug Grund für Optimismus, aber leider wurde es ein Spiel der verpassten Chancen. Nicht weniger als drei Gewinnstellungen wurden weggeworfen. Mannschaftsführer Paul Doberitz hat mit Weiß an Brett 8 mit strategisch überragendem Spiel eine Gewinnstellung bekommen. Leider beging er einen Riesenblunder und stellte zweizügig eine Figur ein. An Brett 6 hatte ich (Merijn van Delft) mit Weiß währenddessen auch eine ziemlich dominante Stellung bekommen. In der Zeitnotphase habe ich dann halbwegs den Faden verloren. In der Endstellung dachte ich, dass ich ins Remis abwickeln müsste, aber wahrscheinlich gab es da, inzwischen mit Minusbauer, immer noch einen Gewinnweg. Auch Malte Colpe, an Brett 4 mit Weiß, hatte sich eine Gewinnstellung erarbeitet. Leider wickelte er taktisch ungeschickt ab und musste im Endspiel sogar noch arbeiten für den halben Punkt.

Damit waren die Chancen auf Matchpunkte weg. Georgios Souleidis hatte eine hochkomplizierte Partie mit Schwarz an Brett 1 und konnte am Ende leider nicht halten. Judith Fuchs stand lange Zeit auf Verlust, aber ihr zähe Verteidigung wurde am Ende mit einem Remis honoriert.

Unsere Mannschaft hat genug Potential, aber wir rechnen nicht gut genug und waren daher schwach in der Chancenverwertung. Im Rest der Saison werden wir noch hart kämpfen müssen für den Klassenerhalt.

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