Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Im HSK-Schachzentrum wird wieder Schach gespielt.

Es gelten die Bedingungen der Hamburger Corona-Verordnungen.

Der gesamte Spiel- und Trainingsbetrieb findet nach dem 2 G Modell (Zutritt im ganzen Haus nur, wenn genesen oder geimpft) statt. Das gilt auch für alle Mannschaftskämpfe. Jugendliche bis einschl. 15 gelten als geimpft.

Einen offenen Spielbetrieb auch für Gäste gibt es jeden Freitag von 18:30 – 22:00 Uhr. Teilnahme ebenfalls nur nach dem 2 G Modell (Teilnahme nur wenn genesen oder geimpft). Anfragen über schachklub@hsk1830.de.

Charlotte Hubert ist Deutsche Meisterin!

Mit einem Remis zum Abschluss holt sich Charlotte (SC Sternschanze) mit einem Punkt Vorsprung souverän und hochverdient den Titel bei der U14w. Als Nr. 9 der Setzliste gestartet, musste sie nur in der zweiten Runde gratulieren, danach folgten sechs Siege am Stück und der Durchmarsch an die Spitze. Herzlichen Glückwunsch, Charlotte!

Einen weiteren Platz auf der Siegerehrungsbühne ergatterte Alissa Wartenberg in der U12w, auch wenn sie unter den Erwartungen blieb und mit 6 aus 9 „nur“ Platz 5 erreichte. Milana Krasikova musste die letzte Runde krankheitsbedingt aufgeben und wurde mit 3,5 Punkten 32., leicht unter ihrem Setzlistenplatz, Kristina-Maria schaffte drei Punkte und den 36. Platz.

Die Jungs der U12 landeten alle etwas unter ihren Setzlistenplätzen, wobei Julian (4,5, 28.) und Mika (4,5, 29.) stark begannen und entsprechend gute Gegner hatten, am Ende ging Ihnen etwas die Kraft aus. Elias Lu (5, 23.) spielte ein wechselhaftes Turnier, auch David Goldmann (5,5, 15.) wird mit dem Verlauf nicht zufrieden sein.

Sehr zufrieden kann dagegen Arthur Krüger (5, 12.) sein, der in der U14 durchweg nominell stärkere Gegner hatte und dennoch mehr als die Hälfte der Punkte erzielte. Auch Bahne Fuhrmann (4, 31.) spielte gut bis er krankheitsbedingt die vorletzte Runde verlor und zur letzten nicht antreten konnte.

Tom-Frederik Woelk konnte seine letzte Partie in der U18 zwar gewinnen, die Konkurrenz verweigerte aber die Kooperation, so dass er mit 5,5 Punkten auf dem 7. Platz blieb. Für Jakob Weihrauch (4,5, 17.) gab es zum Schluss ein Remis in der U16, diese Meisterschaft wird er vermutlich nicht lange in Erinnerung behalten wollen.

Die Jüngsten spielten zwei Runden mehr, für Adelia Wartenberg reichte es in der U10w in ihrem ersten Jahr bei etwas schwankender Leistung für 4 Punkte und Platz 32. Sehr konstant gut spielte dagegen ihr Bruder Alexander, der zum Schluss nochmal gewann und trotz krankheitsbedingten Ausfalls am Samstag mit 6,5 Punkten 12. in der U10 wurde (Setzliste 27.). Kaiwen Wang (5,5, 22.) musste sich in der letzten Runde mit einer Punkteteilung begnügen und landete etwas unter seinem Setzlistenplatz, aber er darf nächstes Jahr nochmal in der Altersklasse ran.

Insgesamt ein zufriedenstellendes Ergebnis für den HSK. Vielleicht wäre aber auch noch mehr drin gewesen: Das Trainerteam wurde mit Erziehungs- bzw. Aufsichtsaufträgen überlastet, da viele junge Spieler ohne Eltern angereist und mit der Situation überfordert waren. Die Anzahl der daraus folgenden Zwischenfälle beschäftigte die engagierten Trainer rund um die Uhr, teilweise auf Kosten der Vorbereitungs- und Analysezeit.

Eine Vielzahl der entstandenen Konflikte war auch vorher absehbar und bahnte sich über Monate (in manchen Fällen Jahre) an und genau diese wären vor der Meisterschaft in Hamburg zu klären gewesen. Einiges am entstandenen Stress, der die ganze Delegation belastete, wäre so vermeidbar gewesen.

Es bleibt zu hoffen, dass die wiederholte Ansammlung der gelben und roten Karten sowie das teilweise teaminterne unsportliche Verhalten Einzelner aufgearbeitet wird und nicht mit fadenscheinigen Ausreden unter dem Teppich verschwindet. Gerade im u12/w-Jahrgang wartet auf das Trainerteam – sollte der HSK auch in Zukunft erfolgreich sein wollen – einiges an Erziehungsarbeit was Zusammengehörigkeit, Fair Play, Anti-Mobbing etc. angeht.

Es ist uns allen zu wünschen, dass es mal wieder ein Jugendturnier gibt, bei dem es nur um Schach geht und nicht ständig irgendwelche Zwischenfälle mit immer wieder den gleichen Beteiligten und Verhaltensmustern diskutiert und gelöst werden (müssen).

 

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