Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Aufgrund der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus in Hamburg müssen leider sämtliche Veranstaltungen im HSK Schachzentrum entfallen. Der Klub ist geschlossen.
In Kürze geben wir bekannt, in welchem Rahmen und unter welchen Bedingungen unser Klubheim wieder besucht werden darf. Bitte informiert Euch unter “Onlineaktivitäten” über unsere Online-Angebote!

Bleibt gesund!

Geglückter Start in die DSOL

Schon ein historisches Datum? Drei von zehn HSK-Teams starteten am Dienstag, 23. Juni 2020, in ein neues Online-Abenteuer: die DSOL auf playchess, dem Server von ChessBase, Ein Abenteuer war es vor allem für unsere Mannschaftsführer, die sich in schwierige technische Abläufe einarbeiten und sehr viel zugleich beachten mussten. Mir, der ich für die Deutsche Schach-Online-Liga agitiert habe, schwirrt immer noch der Kopf vom Zuschauen – und bisher muss ich die meisten Fragen an meine Tochter und andere kompetente Mannschaftsführer weiterleiten; ich habe noch nicht alles klar begriffen. Johann Sander, Eva Maria Zickelbein und Gerald Deckers aber haben mit ihren Teams in der 1. Runde alle Schwierigkeiten gemeistert und auch gute Ergebnisse erreicht.

Johann Sanders HSK 3 startete in der 3. Liga, Gruppe A mit einem 3:1-Sieg gegen die Schachfreunde Barsinghausen, in den 60er Jahren schon unser Gastgeber auf häufigen Jugendreisen in die Jugendherberge Barsinghausen. Diesmal waren wir die Gastgeber in unserem Turnierraum auf Playchess, und Johann hatte die Aufgabe, das Match zu starten und als Kapitän zu begleiten. Kritischer Augenblick: Das Programm meldete Arthur Krügers Partie als verloren. Arthur aber protestierte, er habe nicht aufgegeben, und schließlich gelang es auch, seine Partie wieder zu starten – und er gewann! Sehr sicher gewann auch Florian Kugler am Spitzenbrett. Nadezda Befus musste eine Niederlage hinnehmen, aber Roman Kurley drehte eine kritische Partie und entscheid sie für sich – zum 3:1-SiegWeiter geht’s am Donnerstag, 2. Juli, als Gast des SC Fulda.

Eva Maria Zickelbein hat ihren Start mit HSK 4 in der 4. Liga, Gruppe A zu einer Demonstration für einige Mannschaftsführer gemacht. Das Match gegen den Post SV Neustadt war sehr spannend. Elias Mandelkow erzielte relativ früh das 1:0, aber Klaus Diekmann musste nach großem Kampf den Ausgleich hinnehmen. Johannes Blome sorgte für das 2:1, und Jens Hüttmann hatte die Chance, das Match zu unseren Gunsten zu entscheiden, nachdem er aus gedrückter Position ein Turmendspiel erreicht hatte und als Erster einen Bauern verwandeln konnte. Nun war eine pausenlose Königsjagd mit Dame und Turm angesagt, aber Jens gab dem Gegner Zeit für einen Gegenschlag mit einem Damenopfer zum Damentausch. Ein Remis war immer noch möglich, aber die Zeit war knapp, und Schwarz brachte einen zweiten Bauern durch: HSV-Fans kennen solche Partieschlüsse… Dennoch ist das 2:2 ein gutes Ergebnis, die Mannschaften gingen freundschaftlich miteinander um: „Vielen Dank, liebe Hamburger für die tollen Partien. Wenn ich mal wieder in Hamburg bin, komme ich gerne mal zu Besuch… Und ihr seid natürlich alle herzlich aufgerufen, mal zum Pfalz Open zu kommen!“ Und das werden wir nun im nächsten Jahr einzurichten versuchen. Weiter geht’s am Donnerstag, 2. Juli, als Gast des Lauenburger SV.

Gerald Deckers verzichtete als Mannschaftsführer von HSK 9 in der 7. Liga, Gruppe A auf seinen eigenen Einsatz, um den Wettkampf gegen die SG Bettringen sauber über die Bühne zu bringen. Das gelang ihm auch, und kurz nach dem Match schrieb er sogar an sein Team: „Ich bin stolz auf euch, ihr habt mit dem Unentschieden ein gutes Ergebnis erzielt. Auch Christian, der regen Anteil nimmt, freut sich darüber. Immerhin sind wir problemlos bis zum Ende des Wettkampfs gekommen. Doch 20 Minuten später stand Haralds Ergebnis immer nicht auf der DSOL-Seite. Der Schiedsrichter musste es von Hand nachtragen.“ Erst danach war das 2:2 gesichert, das Hauke Blix mit einer durchgehend guten Partie und Harald Meyer mit einem taktischen Gegenschlag in einem Turmendspiel erkämpft haben. Markus Woggon, gewöhnt an den Blitzrhythmus bei Lichess, hatte noch viel zu schnell gespielt, und Nils Altenburg musste sich nach langer Verteidigung einem starken Gegner beugen. Das 2:2 ist wirklich ein gutes Ergebnis und eine Basis für weitere Erfolge. Vielleicht schon am Mittwoch, 1. Juli, bei den Schachfreunden Lennep?

 

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