Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Da müssen wir durch. Vom 2. bis zum 30. November schließen wir unser Klubheim wieder. Es besteht ein absolutes Betretungsverbot. Ausnahmen, um z.B. wichtige Unterlagen aus dem Klub zu holen, müssen bei unserem Hygienebeauftragten Manfred Stejskal beantragt werden.

Quarantäne Welt-Bundesliga:  Vizemeisterschaft für den HSK

Nils Grandelius sprach in seinem Stream die Hoffnung aus, dass es in der 36. Auflage nicht wieder ums Überleben ginge, sondern dass wir wieder einmal um die Medaillen mitspielen könnten. Tatsächlich waren wir nie in Abstiegsgefahr, brauchten aber doch eine Stunde, um uns den Medaillenrängen zu nähern. Erst in der 2. Stunde spielten wir uns auf den 4. Platz und zogen in der letzten halben Stunde an The House Discord Server (366) vorbei, der sich zunächst mit dem SK Gligoric einen heftigen Kampf um den Titel geliefert hatte. Unser Vorsprung betrug schon über 20 Punkte, doch das internationale Team kam noch einmal bis auf 2 Punkte uns heran, aber in der letzten zwei Minuten vergrößerte der HSK (373) noch einmal auf 7 Punkte und gewann verdient zum vierten Mal die Vizemeisterschaft.

Überlegen und verdient Meister wurde der SK Gligoric (452), dem der Titel auch zu gönnen ist, nachdem das überwiegend serbische Team schon dreimal nah dran war und erst auf der Zielgeraden abgefangen wurde: Diesmal war SK Gligoric nicht zu halten; er stellte nicht nur den besten Spieler des Turniers, sondern vier Spieler unter den ersten Zehn. Vierter wurde der Aufsteiger Balkan United (354), der auch stark angefangen hatten, aber im Kampf um die Medaillen in der zweiten Stunde nicht mehr mithalten konnte.

Spannend war auch der Kampf gegen den Abstieg, obwohl die Bierstube MUC (255) und SV Mülheim Nord (24), mit wenigen Spielern (15 bzw. 14) angetreten, schon früh abgeschlagen und chancenlos waren. Schließlich landete der Chess Club Phoenix (313), der gerade noch die 34. Auflage gewonnen hatte, auf dem 8. Platz und muss zurück in die 2. Liga. Zeitweilig mussten auch  die SF Ladenburg (344), der Wasa SK (333) und der SV Wattenscheid (331) gegen den Abstieg kämpfen. Birger Wenzels Wasa SK Stockholm gelang der Klassenerhalt, als der drittbeste Spieler des Turniers Dr. Amin Bassem spät eingriff und mit einer Performance von 2825 aus nur 17 Partien 47 Punkte holte.

Unsere Mannschaft: Rasmus Svane mit 45/22, Nils Grandelius (39/17), Sune Berg Hansen (37/19), Nico Zwirs (36/19),  Malte Colpe (44/35), Brandon Clark (32/18), Michael Faika (32/20), Derek Gaede (26/15) Thies Heinemann (25/16), Sarah Hoolt (24/22), Henrik Stepanyan (22/18) und Helge Colpe (22/20). Natürlich haben auch alle anderen, die mitgespielt haben, ihren Anteil an der Vizemeisterschaft: Jörg Wulff als Gast, Bernhard Jürgens, Jasper Zwirs (alle 21), Teamchef Daniel Grötzbach (20), WGM Judith Fuchs (19 aus nur 13 Partien) und Kevin Weidmann (19) seien genannt. Unsere Jugendlichen spielten nur wenige Partien, für sie wird’s morgen beim Start in die DSOL ernst

Am Sonntag, 28. Juni, um 20 Uhr geht’s weiter. Als Aufsteiger sind drei Teams wieder dabei, die alle schon einmal Meister waren: das Team Alpha, Astana und das Trio Fantastico and Friends – es wird also wieder ein hartes Turnier, in dem es um alles geht…  Hoffen wir also auf eine ähnlich gute Mannschaft, wie sie uns heute vertreten hat.                                                         ChZ

Neueste Beiträge