Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Die Corona Einschränkungen im Sport sind beendet!
Für Spieler, Gäste und Zuschauer gibt es keine Auflagen mehr!

Einen offenen Spielbetrieb auch für Gäste gibt es jeden Freitag von 18:30 – 22:00 Uhr. Wir freuen uns über alle Interessierten , die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

HMM Kreisliga D: HSK 20 gegen HSK 19 – Till Lüthje Matchwinner für HSK 19!

Die Verschiebungen aufgrund der Corona-Auflagen und der Rückzug von SW Harburg führten dazu, dass das neu formierte Kreisligateam HSK 19 erst am 10. Juni die erste Runde der HMM 2022 spielen konnte! Gegner war die eingespielte Truppe von Stanislaw Frackowiak, die seit Jahren mit einem harten Kern so zusammenspielt. Beide Teams hatten große Aufstellungsprobleme, Stani musste auf zwei Ersatzspieler zurückgreifen und HSK 19 sogar auf fünf (!). Da wir die Aufstellungen untereinander austauschten, konnten wir auch im Sinne eines spannenden und fairen Wettkampfes für ausgeglichene Paarungen sorgen und wirklich, der Wettkampf an einem herrlich sonnigen Freitag Abend gestaltete sich äußerst spannend!

Blick auf die Bretter 1 bis 4, ganz vorn Bennit Tietz mit Schwarz gegen Oliver Reiner – die schnellste Partie des Abends!
Foto: Eva Maria Zickelbein

 

Und die Bretter 5 bis 8: ganz vorn Artur Lerm mit Schwarz gegen Theodor Köhler. Dieser rief entsetzt “Oh nein” als er sah, wer sein Gegner ist, denn Artur hatte ganz souverän seine Klubturniergruppe gewonnen. Doch dann gab Theodor sich nicht auf und hielt in einer langen Partie, wenn auch etwas glücklich, ein Remis fest!
Foto: Eva Maria Zickelbein

Los ging es allerdings mit einem Geschenk am vierten Brett: Oliver Reiner übersah einen Doppelangriff und schenkte Bennit Tietz schon in der Eröffnungsphase eine Figur – 1:0 für HSK 19. An allen anderen Brettern entwickelten sich aber spannende Partien mit z. T. schön herausgespielten Ideen, aber auch Licht und Schatten und wechselnde Vorteile, wie es halt so ist in einer Schachpartie. Dann einigten sich Azadeh Lotfifar und Matthias Grimme am fünften Brett auf ein Remis, sie hatten quasi einen Nichtangriffspakt geschlossen und so war das die richtige Maßnahme, denn keiner der beiden traute sich, etwas mehr Aktivität zu entfalten. Sehr spannend war die Partie von Chad Smith am dritten Brett gegen Stanislaw Frackowiak: In einem klassischen Sizilianer ging die Eröffnung klar an den erfahrenen Stanislaw, der mit seinem Läuferpaar und einem starken Zentrum Chad ganz schön zusetze. Doch dann spielte er etwas zu zögerlich weiter und Chad schlug, sobald sich die Chance ergab, gnadenlos taktisch zu:

Hier spielte Chad 24. b5! Lxb5? (f3 wäre besser gewesen) 25. La3 Dc6? und dann noch der schöne Schlag 26. Txe6! und wenig später 1:0!

Dann gab es am zweiten Brett eine Punkteteilung von Wilhelm Hellhake gegen Aleksi Pekkarinen: Aleksi hat seine erste Mannschaftskampfpartie gespielt und den erfahrenen Wilhelm Hellhake an den Rand einer Niederlage gebracht! Im Mittelspiel gewann er einen Bauern und hielt ihn lange fest. Dann ging er in einer Abtauschaktion im Turmendspiel wieder verloren und Aleksis Plan, über die 2. Reihe einzudringen, scheiterte, als einigten sich die beiden. Am ersten Brett bekam ich meine Gamit-Variante gegen Caro-Kann aufs Brett und versäumte es an mehreren Stellen, ein Opfer in die schwarze Rochadestellung von Bendix Perschk zu knallen, das zur sofortigen Aufgabe geführt hätte. Stattdessen spielte ich zu schnell und verrechnete mich in einer Abwicklung bzw. übersah ich einen starken Verteidigungszug. Daraufhin lichtete sich das Brett zu sehr und Bendix spielte dann seinen Mehrbauern und sein starkes Zentrum sehr gut und sicher zum Sieg am Spitzenbrett nach Hause, herzlichen Glückwunsch!

Daraufhin richtete sich die Aufmerksamkeit auf die letzten drei Bretter, an denen noch gekämpft wurde: Da musste HSK 19 erst einmal den nächsten Rückschlag verkraften, weil Luca Vollandt am siebten Brett gegen Cheng Song (400 DWZ mehr!) sich zwar erst lange und gut verteidigte, dann aber leider ein Grundlinienmatt übersah. In der Partie am achten Brett gab es dann die schon erwähnte Punkteteilung zwischen Theodor Köhler und Artur Lerm und dann musste beim Stand von 3,5:3,5 die Entscheidung am sechsten Brett zwischen Vladimir Reich und Till Lüthje fallen, dramatischer geht es kaum! Till hatte als Schwarzer in der Eröffnung klaren Vorteil erlangt und einen Bauern gewonnen. Doch dann vernachlässigte er seine Entwicklung und zuerst musste er den Bauern zurückgeben und dann bekam er auch noch so heikle Entwicklungsprobleme, dass wir die schlimmsten Befürchtungen hatten. Doch dann ließ ihn Vladimir aus der Umklammerung und Till konnte sich befreien. Er gewann dann sogar den entfernten Freibauern von Vladimir und sein König drang in die gegnerische Stellung ein. Im 39. Zug bot Vladimir Remis an, was Till nach Investition seiner letzten Minuten ablehnte und sich einen Freibauern schuf! Vladimir war geschockt und verteidigte sich ungenau, so dass Till als Matchwinner den entscheidenden Punkt zum knappen 4,5-Sieg unseres neuen HSK 19-Teams einfuhr!

Weiter geht es für uns am 24.06. zu Hause in der HSK-Hölle (Grüße an Olli Frackowiak) gegen St. Pauli 9!

 

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