Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste: Wir bieten freitags von 18:30 – 22:00 Uhr einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Landesliga 2. Runde: HSK 4 und HSK 5 punkten!

Vorfreude auf den ersten Einsatz Seit' an Seit': Daniel und Julian Grötzbach an den Brettern zwei  und eins (von links). Foto: Eva Maria Zickelbein
Vorfreude auf den ersten Einsatz Seit' an Seit': Daniel und Julian Grötzbach an den Brettern zwei und eins (von links). Foto: Eva Maria Zickelbein

In der zweiten Runde der Landesliga gab es einen Doppelspieltag in der HSK-Hölle: Die Vierte empfing Diagonal Harburg, die Fünfte hatte den SK Weiße Dame zu Gast.

Heiko Klaas’ HSK 5 gelang ein 4,3:3,5-Sieg, obwohl sie leider wieder nicht komplett antraten, diesmal aber immerhin zu Siebt. Es besteht die begründete Hoffnung, dass es beim nächsten Mal erreicht wird, auch wirklich acht Spieler an die Bretter zu bekommen. Wichtige Siege gelangen den Youngsters Tzin Hon Foo und Elias Lu an den hinteren Brettern, sowie Mannschaftsführer Heiko Klaas am vierten Brett. Weiterhin steuerten Robert Engel, Bahne Fuhrmann und Faris Avdic Punkteteilungen bei, Wolfgang Schellhorn verlor am dritten Brett eine wilde Partie gegen Georg Lansky.

Die Einzelergebnisse im Überblick. Quelle: Schachbund
Analyse: Heiko Klaas (vorne links), Faris Avdic (Mitte rechts) und Elias Lu (rechts mit Weiß) bei der Post-Mortem Betrachtung ihrer Partien. Foto: Eva Maria Zickelbein

Wenn zwei dänische Autos sonntags morgens vor dem HSK-Schachzentrum stehen, dann haben wir Diagonale Harburg zu Gast! IM Jens Ove Fries-Nielsen und WFM Esmat Guindy spielen ja schon viele Jahre für die Harburger, unterstützt werden sie jetzt noch von den jungen Talenten Adesh Easwaralingam und Alf Andries.

Das Weiße Ballett bot auf, was Rang und Namen hat und spielte annähernd in Bestbesetzung. David Meier musste ein paar Tage vor dem Wettkampf krankheitsbedingt passen, dafür sprang Bernhard Jürgens ein. Und das Team musste nach dem schmerzhaften Ausrutscher in der ersten Runde auch Wiedergutmachung leisten, Teamchef David Chyzynsky hatte die richtigen Worte gefunden!

Mit einem Paukenschlag fing der Wettkampf an! Schon nach 30 Minuten kamen Jamshid Atri und Marten Holst die Treppe runter, Jamshid breit grinsend, Marten kopfschüttelnd:

Jamshid Atri gelang eine kleine Miniatur (Schlussstellung hier aufgebaut) gegen Marten Holst, der sich stark angeschlagen (aber natürlich getestet) ans Brett schleppen musste, damit das Team zu Acht ist. Mannschaftsführer David Chyzynsky ist zufrieden! Foto: Eva Maria Zickelbein

Danach beruhigte sich die Lage etwas, aber wir fühlten uns mit der frühen Führung natürlich sehr wohl. An einigen Brettern hatten wir sehr passable Stellungen und Sorgen machten wir uns eigentlich nur am dritten Brett bei Oliver Frackowiak, der sich sehr genau verteidigen musste gegen Adesh Easwaralingam.

Wunderbar an den Spitzenbrettern: zum ersten Mal auch richtig im Einsatz für das Weiße Ballett (in der ersten Runde hatte Julian Grötzbach ja kampflos gewonnen)!

Vorfreude auf den ersten Einsatz Seit’ an Seit’: Daniel und Julian Grötzbach an den Brettern zwei und eins (von links). Foto: Eva Maria Zickelbein

Hans-Jörg Jantzen sammelte am vierten Brett irgendwann einen Bauern ein und wir waren uns sicher, dass er das Turmendspiel, in dem er noch dazu aktiver stand, sicher nach Hause bringen würden. Etwas Sorgen machten wir uns allerdings um Vadim Salenko, der gegen Dr. Tobias Frische irgendwann den Faden verlor und in seiner Stonewall-Stellung plötzlich alles gegen sich hatte. Doch in Zeitnot griff der Harburger fehl und dann wendete sich das Blatt zugunsten von unserem Top-Scorer der letzten Saison, der jetzt auch schon wieder bei 2 aus 2 steht! Bernhard Jürgens brauchte am achten Brett keinen Fehlgriff von Haschem Haschimi: er spielte als Weißer eine sauber angelegte Partie gegen die ungewöhnliche Eröffnungsbehandlung seines Gegners und ließ sich auch nicht auf dessen kreative Versuche ein, immer mal wieder ein bisschen Salz in die Suppe zu streuen – schon der dritte Punkte für HSK 4! Oliver hatte inzwischen mannschaftsdienlich Remis gemacht und dann kam der große Auftritt von Thore Posske:

Wir kennen Thore ja jetzt schon ein paar Jährchen und wundern uns nicht mehr über crazy Bauernopfer und hohen Zeitverbrauch. Hier hatte er es mit seinem kreativen Spiel aber wieder einmal geschafft: Er knallte mit 51 verbliebenen Restsekunden 34. … Txf4! aufs Brett! Der König ist danach nackt und die weißen Schwerfiguren stehen nutzlos rum. Tareq Syed versuchte 35. Dc8, aber dann kam Tf1+! und wenig später 0:1. Foto: Eva Maria Zickelbein

Damit war der Mannschaftssieg also schon geschafft, aber wir waren noch nicht satt: Auch Hans-Jörg Jantzen gewann sein Endspiel und Daniel Grötzbach schaffte es am zweiten Brett, seine dominante Stellung so peu à peu weiter zu verstärken, dass Esmat Guindy in hochgradiger Zeitnot die Zeit überschritt. 6,5 Punkte fürs Weiße Ballett und noch unglaubliche Spannung am Spitzenbrett!

Leider konnte Julian Grötzbach bis heute sein Partieformular nicht finden, aber festzuhalten ist, dass die beiden eine interessante Partie aufs Brett brachten, in der wir eigentlich bei Julian die Vorteile sahen, vor allen Dingen positionell. Doch Jens Ove schaffte es mit seiner unheimlich großen Erfahrung und einigen Bauernopfern, Gegenspiel zu bekommen und plötzlich war es Julians König, der wie von Wunderhand schlecht stand und Julians Figuren, die keine Koordination mehr hatten. So kamen die Harburger wenigstens noch zu ihrem Ehrenpunkt!

Weiter geht es schon am 11. Dezember zum Nachbarschaftsduell beim SC Diogenes!

Eva Maria Zickelbein

 

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