Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Da müssen wir durch. Unser Klubheim bleibt weiterhin bis zum 18.04.2021 geschlossen. Es besteht ein absolutes Betretungsverbot. Ausnahmen, um z.B. wichtige Unterlagen aus dem Klub zu holen, müssen bei unserem Hygienebeauftragten Manfred Stejskal beantragt werden.

Online-Abenteuer: Vom Europapokal bis zur Quarantäne Bundesliga

Das außerordentliche Event European Team Club Cup hat unsere schon lange nicht mehr regelmäßige Berichterstattung von der zweimal wöchentlichen Quarantäne Bundesliga völlig verdrängt. Seit vier Wochen haben wir nicht einmal ein Ergebnis gemeldet, aber der gestrige Wiederaufstieg als Dritter in der 2. Liga der 116. Auflage in die 1. Liga ist vielleicht doch eine kurze Notiz wert, zumal gleichzeitig die Schachfreunde Deizisau in die 4. Liga abgestiegen sind. Im Chat fragte jemand, ob das der Europapokal-Sieger sei. Ja, er war’s, aber er war nur mit acht Spielern angetreten und chancenlos. Auch wir waren in den fünf Runden des Europapokals mit dem sensationellen 6. Platz natürlich deutlich stärker als in den letzten Wochen der Quarantäne Bundesliga, in denen wir meist in der 2. Liga und zweimal sogar in der 3. Liga gespielt haben, immer mit bunten Teams und viel Spaß. Aber der knapp erkämpfte Aufstieg in die bärenstarke 1. Liga stellt uns am 8. April erneut vor eine sehr schwierige Aufgabe stellen, die wir nur in der Form des Europapokals meistern können.

 

Sensationell im Europapokal:  Der HSK erreicht das Finale

Wir zitieren die Perlen vom Bodensee, die unserem Team eine besondere Aufmerksamkeit widmen und auch seine Präsentation auf mehreren Twitchkanälen sehr loben. Allerdings weist Conrad Schormann auch auf die verpasste Chance hin, einen Sponsor durch mehrere 100.000 Kontakte zu interessieren. Er vermutet, wir hätten’s vor lauter Begeisterung vergessen, aber uns fehlt eher jemand, der sich in der schwierigen Hamburger Szene der Suche nach Sponsoren annähme. Andi Albers und Eva Maria Zickelbein, vielleicht auch einige Spieler werden vielleicht etwas über das Turnier schreiben – ich verlinke hier zunächst zwei Beiträge der Perlen vom Bodensee zu unseren beiden jüngsten Spielern „Luis Engel demontiert einen 2700-Großmeister“ und „Schwachpunkt? Von Wegen!“ In der Tat hat Julian Kramer eine Bewerbung für die 1. Bundesliga abgegeben. Mit den letzten beiden Partien von HSK II sollte er, wenn sie denn gespielt werden können, auch seine dritte IM-Norm perfekt machen.

„Ein Sponsor des Hamburger SK hätte an der obligatorischen Reichweiten-Analyse nach dem Europacup seine helle Freude gehabt. Nicht nur verbreiteten die Hamburger ihre Begeisterung für die Sache kontinuierlich auf ihren eigenen Kanälen, zeigten die Gesichter ihrer Recken, erzählten deren Geschichten und gaben Multiplikatoren Anlass, die Geschichten über den hanseatischen Siegeszug weiterzuverbreiten. Noch dazu enterten die Hamburger während des laufenden Turniers drei der großen deutschen Schach-Twitch-Kanäle, darunter den mit Abstand größten.

„The Big Greek“ Georgios Souleidis übertrug stundenlang live, assistiert von Hamburgs Schach-Machern Evi Zickelbein und Andreas Albers. Auch auf dem deutschen chess.com-Kanal mit Steve Berger sowie auf Lockdownchess war der Schach-Europapokal aus Hamburger Perspektive zu sehen. Alle Beteiligten waren so freundlich, gelegentlich auf die Deizisauer Bretter umzuschalten, umso mehr, je greifbarer der kaum für möglich gehaltene Sieg der Landsleute aus dem Süden wurde.

Würde nun ein Hamburger Sponsor nach dem Europacup die Reichweite seines Engagements messen, er käme angesichts der geballten hanseatischen Medienpräsenz wahrscheinlich auf mehrere 100.000 Kontakte. Allein, die Hamburger Mannschaft hatte gar keinen Sponsor, jedenfalls keinen wahrnehmbaren. Vor lauter Begeisterung für die Sache hatten die Hamburger wahrscheinlich vergessen, jemanden ins Boot zu holen, dem die zu erwartende Sichtbarkeit ein paar Taler wert ist.“

 

 

 

 

 

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