Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Da müssen wir durch. Unser Klubheim bleibt weiterhin bis zum 10.01.2021 geschlossen. Es besteht ein absolutes Betretungsverbot. Ausnahmen, um z.B. wichtige Unterlagen aus dem Klub zu holen, müssen bei unserem Hygienebeauftragten Manfred Stejskal beantragt werden.

DSOL, zweite Etappe – fünf Wettkämpfe am Freitag

Technisches

Fast wie früher bei den HMM: Der Freitag ist ein Großkampftag. Fünf Heimkämpfe hätten wir im HSK Schachzentrum gar nicht unterbringen können, in fünf Turnierräumen bei Playchess ist das nicht das Problem. Problematischer ist hier allerdings die Frage, ob unsere Spieler in den für sie bestimmten Raum finden und ob es unseren Mannschaftsleiter gelingt, die Wettkämpfe um 19:30 Uhr korrekt zu starten. Unsicher, ob das gelänge, hatte ich mit dem ORGA-Team von ChessBase und DSB vereinbart, dass Hugo Schulz als Administrator drei unserer fünf Teams übernimmt. Diese Regelung schloss aber unsere Mannschaftsführer in dieser Rolle aus; sie hätten sich als Zuschauer im Raum anmelden müssen, was einem nicht gelang, der zweite hat’s gar nicht erst versucht. Obwohl alle fünf Begegnungen von der 1. bis zur 7. Liga technisch mehr oder minder sauber liefen, wollen wir am nächsten, dem dritten Spieltag mit vier Heim- und sechs Auswärtsspielen doch wieder auf unsere eigenen Mannschaftsführer setzen – in der Hoffnung, dass sie bis dahin alle so kompetent sind wie an diesem Freitag Nico Müller (HSK 6) und Michael Schenk (HSK 8), zumal ChessBase in der Auswertung des zweiten Spieltags für weitere Verbesserungen oder Verdeutlichungen sorgen will. Aber ich verhehle nicht: Das System bleibt schwierig, und alle Mannschaftsführer und Spieler sollten sich gründlich einlesen und sich nicht scheuen, ihre Fragen zu stellen – auch die Organisatoren schalten an jedem Spieltag ab 19 Uhr eine Zoom-Konferenz, sie geben sich wirklich große Mühe und sind sehr hilfsbereit.

 

HSK I  –  1. Liga, Gruppe C

Da unsere Spitzenbretter und Robert Engel als MF ausfielen, meldeten wir Henning Holinka und Jakob Weihrauch kurzfristig nach – vielen Dank für Eure Bereitschaft. Im Match gegen den SK Kelheim I rückte Isaac Garner ans 1. Brett vor und verlor ebenso unglücklich wie Jakob Weihrauch am 4. Brett. Henning und Hou, Da gewannen und sicherten das zweite Unentschieden, sodass unser Team hinter dem Spitzenreiter TuRa Harksheide (4:0 / 6½) an zweiter Stelle steht.

Am Freitag, 17. Juli, muss diese Position im Heimspiel möglichst mit dem ersten Sieg gegen den SK  Ludwigshafen (2:0 / 3) verteidigt werden.

 

HSK II  –  1. Liga, Gruppe B

Nach einem Unentschieden gab es mit 1½:2½ gegen den SK Ettlingen die erste Niederlage. Thies Heinemann, Norbert Sehner, Bettina Meyer spielten Remis. Simon Meyer verlor leider gegen einen energischen Max-Lange-Angriff.

In der nächsten Runde am Freitag, 17. Juli, spielen wir auswärts beim Spitzenreiter SG Porz (4:0 / 7½), zuletzt 4:0-Sieger gegen den SC Diogenes.

 

HSK VI  –  6. Liga, Gruppe D

Nico Müllers HSK VI (4:1 / 5½)  ist ein Bergstedter Dreamteam. Mit 2½:1½  gegen den  Brackweder SK gelang nicht nur der erste Sieg, sondern auch die Tabellenführung, die schon am Dienstag, 14. Juli, auswärts bei den SF Fallersleben verteidigt werden soll. Das Match war hart umkämpft. Nach dem souveränen 1:0 von Sebastian Weihrauch nahm Andreas Schild ein Remisangebot an, doch dann tauschte Alexander Hildebrandt die Damen, statt seinen Druck fortzusetzen und seinen gedeckten Mehrbauern c4 zur Geltung zu bringen. Der Mehrbauer ging beim Abtausch verloren, und das kritische Endspiel war schwer zu halten. Beim Stand von 1½:1½ schien das Match verloren zu gehen, denn Linus Müller stand eigentlich auf Verlust. Doch sein Gegner – statt sich mit Dame und Turm auf Königsjagd zu begeben, die mindestens zum Damengewinn hätte führen können, begnügte sich mit zwei Bauern, stellte seine Dame abseits und seinem Turm in eine absolute Fesselung, sodass Linus frei kontern konnte und ein hübsches Mattnetz knüpfte: das Glück des Tüchtigen!

Die Mannschaft ist nicht nur sportlich erfolgreich, sondern sie nutzt die DSOL auf vorbildliche Weise. Ihr Kader trifft vorher in einer Discord-Gruppe, dort analysieren Jürgen Bildat und Ȃke Fuhrmann mit den aussetzenden Spielern die laufenden Partien, nach dem Match treffen sich alle dort wieder – wie einst in den HMM im Schachcafé, als Nicos Team zu unserer ersten Mannschaft der Saison wurde. Wenn wir doch dieses Konzept doch für andere Teams übernehmen könnten!

 

HSK VIII  –  7. Liga, Gruppe D

Nach dem 2½:1½ -Sieg in der 1. Runde musste das Team am zweiten Spieltag, in der 3. Runde, eine Niederlage hinnehmen: 1:3 gegen den SC Alzenau II. Nach dem Rotationsprinzip haben Quentin-Alexander Schenk und Paul Zieriacks (beide U12) eine Chance erhalten. Natürlich standen beide mit 600 bis 700 DWZ-Punkten weniger als ihre Gegner vor sehr schwierigen, fast unlösbaren Aufgaben. Sie haben aber auch so schnell gespielt, dass sie am Ende ihrer Partie mehr Zeit auf der Uhr hatten als zu Beginn. Sie haben also im Rhythmus des Inkrements von 15 Sekunden pro Zug gespielt, statt den Versuch zu machen, durch gründliches Nachdenken den Unterschied an Spielstärke ein Stück weit auszugleichen. Da Alissa Wartenberg ganz gegen ihre Art erstaunlich passiv spielte und ihrem Gegner die Initiative überließ, überzeugte in diesem Match nur Charlotte Hubert am Spitzenbrett mit einem gut herausgearbeiteten Sieg.

Am Freitag, 17. Juli, steht im Auswärtsspiel beim zuletzt spielfreien Barnimer SF II (2:0 / 4) für HSK VIII (1:3 / 3½) eine schwere, aber lösbare Ausgabe bevor.

 

HSK X  –  7. Liga, Gruppe B

Nach dem beachtlichen  Unentschieden gegen den Spitzenreiter SG Porz III (3:1 / 5) gelang am zweiten Spieltag, in der 3. Runde, wiederum ein 2:2 gegen den Zweiten, den SC Heuchelheim (3:1 / 4½), der an drei Brettern stärker besetzt war als wir. – Das Resultat aber ist insofern glücklich, als Tristan Lohmann und Alexander Borgert – und hier kann ich mich fast wiederholen, s. HSK VIII – so schnell gespielt haben, dass sie am Ende ihrer Partie fast mehr Zeit auf der Uhr hatten als zu Beginn. Sie haben also fast im Rhythmus des Inkrements von 15 Sekunden pro Zug gespielt, statt den Versuch zu machen, durch gründliches Nachdenken den Unterschied an Spielstärke ein Stück weit auszugleichen. Während Tristan verlor, weil er sich nicht die Zeit nahm, gute Gelegenheiten mit dem zweiten oder dritten Blick zu entdecken und genauer zu prüfen (Gegenangriffe!), hatte Alexander das Glück, dass sein Gegner in klarer Gewinnstellung einzügig die Dame einstellte. Joel verlor ohne größere Fehler gegen einen stark aufspielenden Gegner, doch Carsten Kaven schaffte mit einer guten Partie den verdienten Ausgleich.

Weiter geht’s schon am Dienstag, 14. Juli, auswärts gegen die SG Löhne, und da sollten wir unseren ersten Sieg anstreben!

 

Dringende Empfehlung für unsere Schnellspieler

Am Mittwoch, 16. Juli, um 18 Uhr gibt es ein Thematurnier zur Preußischen Partie (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.Sg5!?), auf das Ihr Euch schon an den Tagen vorher mit einem Video von IM Georgios Souleidis oder Big Greek vorbereiten könnt. Die Bedenkzeit beträgt 15 Minuten pro Partie, also etwas langsamer als Blitz und somit eine kleine Annäherung an die Bedenkzeit der DSOL! Die Links zu Georgios‘ youtube und zum Turnier findet Ihr in unserer Übersicht über die Online-Angebote in der Woche ab 12. Juli auf unserer Website www.hsk1830.de

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