Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Aufgrund der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus in Hamburg müssen leider sämtliche Veranstaltungen im HSK Schachzentrum entfallen. Der Klub ist geschlossen.
In Kürze geben wir bekannt, in welchem Rahmen und unter welchen Bedingungen unser Klubheim wieder besucht werden darf. Bitte informiert Euch unter “Onlineaktivitäten” über unsere Online-Angebote!

Bleibt gesund!

Ein Tag für die Geschichtsbücher

Der 3. Mai ist kein besonders aufregender und bemerkenswerter Tag in der Weltgeschichte – BIS HEUTE – bis zum 03. Mai 2020. Denn dieses Datum ist ein Tag, von dem wir noch unseren Kindern und Kindeskindern am Lagerfeuer berichten werden. Aber was war passiert? Der Hamburger SK von 1830 e.V. hat das erste Mal in seiner bemerkenswerten 190-jährigen Geschichte die Bundesliga gewonnen!!

Aber nun der Reihe nach: Nachdem der HSK in zwei atemberaubenden Schlachten den Aufstieg in die erste Quarantäne-Bundesliga schaffte (siehe dazu hier und hier) träumte Mannschaftsführer Daniel Grötzbach vom Titel und mobilisierte dafür eine schlagkräftige Truppe aus unseren HSK-Großmeistern, Internationalen Meistern und vielen anderen starken Spielern. Nach einer ersten starken Bundesligasaison (Saison = 1 Abend = 2 Stunden = 120 Minuten = ca. 30 Partien pro Spieler), in der wir das erste Mal den rauen Wind der Königsklasse spürten und Vierter wurden, wussten wir „We need more Firepower“ und konnten weitere Topspieler verpflichten. Aber reichte dies zum Titel? Nein, die starke Gemeinschaftsleistung wurde in der zweiten HSK-Bundesligasaison mit einer Bronzemedaille belohnt. „Was tun? Was tun!“, dachten sich nun unsere beiden Kapitäne Daniel und Andi Albers und entwickelten eine fabulöse Strategie, um den besagten 3. Mai zu einem magischen Abend zu machen.

20:01 – Anpfiff. Als Überraschungswaffe waren GM Nils Grandelius, GM Rasmus Svane und GM Sune Berg Hansen als Wikinger-Trio in der Startaufstellung und so schossen wir uns schon nach wenigen Minuten auf den Platz an der Sonne.

GM Rasmus Svane legte los wie die Feuerwehr, gewann zu Beginn 9 Partien in Folge, was einer Elo-Leistung von 2999 (!) entsprach.

Der anfängliche Jubel hielt aber nur kurz – Platz 2, Platz 3, Platz 4, Platz 5 – was war los? Geht der heutige Kampf vielleicht sogar in Richtung Abstiegskampf fragten sich unsere beiden Teamchefs nach 30 Minuten Spielzeit. NEIN! Plötzlich spielten IM Dirk Sebastian (Berserkrate 93%), IM Malte Colpe (Berserkrate 95%) und FM Julian Kramer (Turnierleistung 2777, Berserkrate 0%) groß auf und holten einen Punkt nach dem anderen für das Teamkonto. Teamkonto bedeutet heute, dass die 12 besten Spieler von insgesamt 31 HSK Spielern in die Teamwertung kommen. Und da zeigte sich heute auch die große Stärke. Der interne Kampf um Teamplatzierungen führte dazu, dass gerade unsere Young-Stars um Jakob Weihrauch, Isaac Garner und Henning Holinka groß aufspielten und das Punktekonto des HSK immer weiter füllten.

Die Einzelergebnisse des gesamten Teams, die ersten 12 gingen in die Mannschaftswertung ein

Eine halbe Stunde vor Schluss war der Erfolg mit 20 Punkten Abstand zum Zweitplatzierten zum Greifen nah – unter strenger Aufsicht der Chefs und der wiederholten Mahnungen nicht übermütig zu werden – zogen besonders Kevin Weidmann, Derek Gaede und Julian Grötzbach noch einmal ordentlich an, um am Ende ins Team zu kommen.

Die Nummer 1, Die Nummer 1, Die Nummer 1 der Liga sind wir!

So war die Meisterschaft um Punkt 22:01 besiegelt und die glorreiche Truppe konnte die virtuelle Trophäe in Hamburgs Nachthimmel strecken. Ein Schlüssel zum Erfolg war sicherlich, dass wir den Top-Torjäger den letzten Spieltags „SomeMightSay“ alias IM Maximilian Berchtenbreiter mit vereinten Kräften neutralisierten, Maxis HSK Bilanz an diesem Abend gegen die Spieler des HSK: 0/7 (!!!)

„Stoichess“ Sune Berg Hansen, seit Jahrzehnten feste Größe unserer Bundesliga-Truppe, war als Topscorer der Meistermacher!
 
Elostärkster und mit 13/16 eine absolute Bank gegen stärkste Gegner, Nils „Grandelicious“ Grandelius
 
Da meldet jemand Ambitionen auf höheres an: FM Julian Kramer, im realen Leben auf dem Weg zum IM Titel, sammelte ebenfalls 13/16 und schlug dabei dreimal den kreuzgefährlichen „SomeMightSay“
 

Nachdem der Schampus am Abend noch in rauen Mengen floss, sind nun die 31 Mannen und Frauen (An dieser Stelle ein Dank an WFM Eva Maria Zickelbein und unsere Gastspielerin WGM Josefine Heinemann) hoffentlich wieder nüchtern, um am Donnerstagabend die Titelverteidigung zu sichern.

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