Offener Spielbetrieb, auch für Gäste: Jeweils Dienstag & Freitag von 18:30 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.
Björn bringt uns leicht und locker in Führung und sorgt gleich mal für die nötige Lockerheit und das gegen einen starken Gegner, Thomas und Carsten remisieren, Klaus muss zwar aufgrund von zwei taktischen Aussetzern den Ausgleich hinnehmen, aber das Spitzenbrett rechnet am Millerntor besser als im Klub und sorgt für die erneute Führung (praktisch, wenn man sich auf zwei Spieler vorbereitet, gegen Spieler 3 spielt und der aber verteidigt wie Brett 1 ;-))
Nina kämpft wie eine Löwin ums Remis, der Gegner lehnt aber die Friedenangebote so lange ab, bis er einen Bauern gewinnt und macht dann Remis, das verstehe wer will, aber anscheinend haben wir gewisse konditionelle Stärken, Carsten hatte eine ähnliche Situation in Runde 1 auch schon und wir sagen “Danke!”
Jetzt laufen noch die Partien von Alexander und Mikhail und es spielen sich große Dramen in beiden Zeitnotphasen ab: Unsere beiden Jungs stehen mal gut, mal schlecht, mal auf Gewinn, mal auf Verlust, bei Mikhail ist es 3 mal die gleiche Stellung, aber es wird nicht regelkonform reklamiert, Alexanders Gegner hingegen erhöht die Astra-Quote halbstündlich und was erst zu immer “flüssigerem” Spiel auf Gewinn führt, schlägt gerade noch rechtzeitig um, um sogar noch zu verlieren.
Am Ende enden also beide Partien mit dem “falschen” Ergebnis (Mikhail verliert seine gute Stellung, Alex gewinnt seine Verluststellung), aber in der Summe passt es dann wieder und wir haben mit 4,5-3,5 unseren ersten Saisonsieg gefeiert!
[Event "HMM: St Pauli 6 - HSK 13"]
[Site "?"]
[Date "2020.01.07"]
[Round "1"]
[White "Albers, Andreas"]
[Black "Knauer, Frank"]
[Result "1-0"]
[ECO "B07"]
[WhiteElo "1945"]
[BlackElo "1860"]
[Annotator "Andreas Albers"]
[PlyCount "73"]
[EventDate "2017.11.20"]
{Nach der Auftaktniederlage gegen HSK 14 wechselte ich mich für Runde 2
selbst auf die Reservebank (oder anders gesagt: ich war verhindert), um in
Runde 3 mit frischer Kraft wieder zu versuchen, dem Team im Abstiegskampf zu
helfen. Mit bisher noch leerem Punktekonto war es wichtig endlich mal einen
ersten Erfolg zu holen, um nicht gleich ganz tief reinzurutschen.
Auswärtsspiele am Millerntor sind vermutlich in jeder Sportart schwer, aber
beim Schach herrscht natürlich eine sehr harmonische Stimmung und so ist es
für mich im "Klubheim" immer eher ein "Treffen mit Freunden" als die große
Rivalität. Die Vorbereitung ergab, dass ich gegen den Schach/
Jazz-Journalisten der ZEIT Ulrich Stock antreten sollte, ich zog mir also am
Abend zuvor noch den Stream der von "Uli" geleiteten Veranstaltung bei der
Helmut-Schmidt-Stiftung rein, in der der ehemalige Kanzlerkandidat Peer
Steinbrück von der SPD zumindest auf dem Brett vorgeführt wurde und
beschäftigte mich ansonsten auch mit den schönen "Stock-Varianten", die ich
bei einigen Betriebsschachpartien bewundern durfte (1. e5 g5?! oder auch 1. d4
b5!? und all sowas.)... ein unterhaltsamer Abend, der schachliche nur bedingt
Bildungslücken geschlossen hat 😉 Im Spielsaal angekommen dann der Klassiker:
die Gegner sind Ersatzgeschwächt und müssen auf beide Spitzenbretter
verzichten, also Frank Knauer, mit dem ich mich bereits zweimal bei
vergangenen Vereinsmeisterschaften des FC St. Pauli auseinander gesetzt hatte
(Bilanz 1-1). Kurz in den Erinnerungen gekramt: Pirc/Moderne Verteidigung,
gerne ein wenig Marke Eigenbau, Zeitnotkandidat, aber giftig und immer zum
kontern bereit, na dann...} 1. e4 d6 2. d4 Nf6 3. Nc3 g6 4. Be3 c6 5. f3 {
soweit Standard, ich rechnete mit Lg7 oder b7-b5, vielleicht auch Sbd7} Qb6 {
für Kleingeister wie mich ist ja immer die Frage: "Wie schlimm ist es den b2
zu geben?" irgendwie fühlt es sich so an, als könnte man das machen, aber
wie konkret und vor allem: Muss das sein.} (5... Bg7 {ist natürlich völlig
in Ordnung, allerdings ist Schwarz manchmal glücklich, wenn er sich diesen
Zug "sparen" kann. Weiß kündigt ja bereits an Dd2 und dann Le3-h6 spielen zu
wollen und wenn Schwarz dann von f8 aus schlagen kann, dann hat er vielleicht
ein Tempo gespart. Die Frage ist nur, welche anderen konstruktiven Züge er
stattdessen machen kann.}) 6. Qc1 {deckt und bereitet schon mal das
angesprochene Le3-h6 vor. Einziger Nachteil ist, dass Weiß jetzt nicht den
Standard-Angriff aufziehen kann: Lange Rochade und h- und g-Bauer nach vorne.}
Bg7 {irgendwelche Tricks mit d4-d5 scheinen keinen ganz großen Effekt zu
haben und deswegen erstmal Figuren auf aktive Felder und schauen was Schwarz
so macht.} 7. Bc4 d5 {so langsam könnte es sein, dass Schwarz zu umständlich
spielt! Aber die Lage wird natürlich ein wenig kompliziert und das sorgt
immer bei gewissem Unbehagen meinerseits ;-)} 8. exd5 cxd5 9. Bb3 {gefiel mir
eigentlich gut: Es ist für Schwarz nicht so einfach seinen Lc8 zu entwickeln
und wenn ich ihn dazu bringe vorher e7-e6 zu spielen, dann kann ich zumindest
behaupten den Läufer eingesperrt zu haben.} (9. Nxd5 $4 {geht nicht, diese
Lehrbuch Eröffnungs-Taktik hatte ich gesehen:} Nxd5 10. Bxd5 Qa5+ $1 {und der
Läufer d5 geht verloren}) (9. Bxd5 $5 Nxd5 10. Nxd5 Qa5+ 11. Nc3 {war mir
allerdings nicht so richtig klar.}) 9... Nc6 10. Nge2 O-O 11. O-O (11. Bxd5
Nxd5 12. Nxd5 Qa5+ 13. Ndc3 Rd8 {schien mir unnötig viel Druck auf den d4
zuzulassen}) 11... e6 {jetzt ist zwar der d5 zuverlässig gedeckt, aber dafür
halt der Lc8 nicht toll.} 12. Na4 {Der Springerausfall nach a4 hatte vor allem
das Ziel den Druck auf den Bauern d4 zu verringern, damit der angestrebter
Läufertausch zu realisieren ist...} Qd8 13. Bh6 (13. Nc5 b6 14. Nd3 {im
Nachhinein wäre das auch ganz interessant gewesen, der Springer steht gut auf
d3. Aber in der Partie war ich vor allem darauf konzentriert den Lg7 zu
tauschen.}) 13... Nd7 14. Bxg7 Kxg7 15. Nac3 {Nun muss der Springer natürlich
wieder zurück, um am Spiel teilnehmen zu dürfen.} a6 16. Kh1 {ein "fauler"
Zug, der das große Rechnen vermeidet und nach dem Motto "Null-Risiko"
verfährt.} ({beispielsweise} 16. Re1 {und jetzt} Nxd4 17. Nxd4 Qb6 18. Nce2 (
18. Rd1 e5 $2 19. Nxd5 $1 Qc5 20. c3 exd4 21. Rxd4 {und das kann nicht gehen
für Schwarz}) 18... e5 {war mir überhaupt nicht so klar (okay, Weiß hat
bessere Züge als 18. Sce2, zumal ein anderer Deckungszug gleichzeitig e6-e5
verhindert, weil dann der Springer von c3 infach auf d5 schlagen kann}) 16...
b5 {das ist natürlich der Nachteil: Wenn man selber keine Drohungen aufstellt,
dann kann der Gegner mal seine Pläne vorantreiben.... eine Frage ist wie ich
meine Springer zum harmonieren bringe. Die Konstellation Sc3 und Se2 sieht auf
den ersten Blick ganz schön aus, aber sie nehmen sich halt vor allem
gegenseitig Felder weg, deswegen...} 17. Nd1 Nb6 18. Nf2 {es gibt zwei "grüne
Wiesen" für diesen Springer, mein Gegner beschäftige sich vor allem damit,
wie gefährlich Sg4 (mit der Drohung Dh6+) ist, aber auf d3 ist es halt auch
schön} f5 $6 {verhindert halt Sg4, schwächt allerdings natürlich dauerhaft
den schwarzen König und den Punkt e6. Außerdem ist ist gern gesehen, wenn
alle schwarzen Bauern den Lc8 einschränken....} (18... h5 {ist vielleicht die
bessere Alternative, deckt auch g4 und schwächt sich nicht ganz so.}) 19. Nd3
Nc4 20. c3 Qf6 21. Re1 {Frank hatte relativ viel Zeit verbraucht und es
zeichnete sich ab, dass der Wettkampf knapp werden würde. Insofern ist es
logisch, dass er allmählich die Dinge forciert:} g5 $5 {Kampfansage, Schwarz
wird zum Königsangriff blasen und ich muss die richtige Balance finden
zwischen Gegenspiel und Verteidigung} 22. a4 {erstmal ignorieren und am
anderen Flügel selbst loslegen.} Rb8 23. axb5 axb5 24. Nc5 {es wirkt ein
wenig simpel, aber so verhindere ich zumindest Lb7 (dann kommt Sd7 mit
Qualtiätsgewinn), baue Druck auf den e6 Bauern auf und bessere Felder gibt es
momentan für den Springer eh nicht.} f4 $5 {zuerst war ich der Meinung dass
das falsch sein muss. Die Diagonale b1-h7 zu öffnen für meinen Läufer
schien mir sehr gefährlich, aber auch längeres nachdenken brachte einfach
keine funktionierende Variante zu tage.} (24... g4 $2 {hatte ich in der Partie
eher befürchtet, aber jetzt würde Schwarz wohl wirklich schnell kollabieren}
25. Nf4 $1 $18 {und neben dem schlagen auf e6 droht vor allem noch Sh5! und
das muss natürlich "bedient" werden} Kh8 26. Ncxe6 {und das schwarze
Kartenhaus fällt zusammen}) 25. Bxc4 $5 {die schwierigste Entscheidung in der
Partie und sicherlich auch nicht die beste. Klar würde ich den Läufer gerne
noch nutzen, aber mir gefiel das ganze Sd3 Gegenspiel gar nicht.} bxc4 26. Qc2
Ne7 27. Ra7 Kh8 28. Rea1 g4 $1 {klassisches Spiel auf entgegengesetzten
Flügeln, ein falscher Zug kann direkt in den Abgrund führen} 29. Ng1 {
schien mir sicherer zu sein} (29. fxg4 f3 {ist sehr gefährlich} 30. Ng1 {
ist laut Rechner einfach nicht durchschlagend für Schwarz, aber am Brett
sieht das anders aus.} (30. gxf3 $4 Qxf3+ 31. Kg1 Qe3+ 32. Kh1 Rf2 {und
Schwarz gewinnt glatt! Es droht einfach matt auf g2 und der Springer hängt}
33. Rxe7 Qf3+ 34. Kg1 Qg2#)) 29... h5 {Das verhindert zumindest, dass
irgendwelche schwarzen Schwerfiguren über die h-Linie kommen, insofern war
ich erfreut.} (29... g3 {damit hatte ich eher gerechnet} 30. h3 {war eine
meiner Ideen, jetzt müsste Schwarz schon zu sehr drastischen/riskanten
Mitteln greifen, wenn überhaupt was gehen soll} (30. Rc7 {ähnlich wie in der
Partie scheint aber auch okay zu sein. So ganz konkret gefährlich ist es noch
nicht für den weißen König.})) (29... Nf5 $2 {hatte ich zuerst befüchtet,
aber das gute ist, dass nach:} 30. fxg4 Ng3+ 31. hxg3 Qh6+ 32. Nh3 {nichts
mehr droht und Weiß eine Figur mehr hat.}) 30. Rc7 Rf7 $2 {zu langsam,
außerdem gibt es Weiß gleich die Optionen nach Sf5 auf f7 zu nehmen.} (30...
Nf5 $1 {vermutlich wäre jetzt der richtige Moment gewesen... zumindest das
geplante:} 31. Raa7 $6 {schlägt jetzt eher nicht durch} (31. Qe2 Qh4 {
undWeiß ist zumindest rechtzeitig, aber es ist alles sehr sehr knapp} 32. Qe5+
Rf6 33. Qxf4 {und das soll alles gehen für Weiß, aber in der Partie wäre
mir ganz schön di Düse gegangen....} (33. Raa7 $4 Ng3#)) 31... Qh4 {droht
Sg3#} 32. h3 gxh3 33. Nxh3 (33. gxh3 $6 Qg3 {sieht auch sehr gefährlich aus...
.}) 33... Qe1+ 34. Ng1 Qh4+ 35. Nh3 Qe1+ 36. Kh2 Qg3+ {ist direkt Dauerschach})
31. Raa7 Qh4 {Ich hatte die Idee mit Sf5 und Sg3# matt gesehen und musste
immer sichergehen, dass mein Angriff schnell genug ist..} 32. Qa4 $1 {Das
gefällt mir: Schwarz greift den weißen Königsflügel an und Weiß bringt
alle seine Figuren auf die andere Seite... allerdings, um den schwarzen König
zu schachmattieren} Bd7 $4 {Das entscheidet die Partie, es kommt nur auf
Schnelligkeit und Koordination an und jetzt kann ich Material sammeln UND
dabei meine Figuren harmonisch aufstellen.} (32... g3 33. h3 $18 {und hier war
ich sicher, dass Schwarz nicht schnell genug ist.}) (32... gxf3 33. Nxf3 $18 {
deckt zum Glück auch immer gleich das Feld e1, so dass keine Damenschachs
kommen.}) (32... Ba6 $5 {ist ganz trickreich} 33. Qxa6 $2 (33. Rxe7 $1 Rxe7 34.
Rxe7 Qxe7 35. Qxa6 $16 {ist allerdings der richtige Weg, allerdings ist die
Lage deutlich einfacher zu bewerten, wenn der Computer einem sagt, dass Weiß
gut steht} Rxb2 $2 (35... Re8 {und irgendwie kann noch so einiges passieren.})
36. Nxe6) (33. Rxa6 $4 Nf5 $1 $19 {und wieder ist Weiß nicht koordiniert, um
schnell genug angreifen zu können.}) 33... Nf5 {wieder mit der Drohung Sg3#,
und ich hatte aus der Ferne geplant} 34. Rc8+ $4 {zu spielen und gerechnet:}
Rxc8 (34... Rf8 $3 {ist allerdings der richtige Konter und plötzlich kann
Weiß nichts mehr machen}) 35. Qxc8+ Kg7 36. Nxe6+ {und Schwarz wird erlegt})
33. Qxd7 Nf5 {drohen darf Schwarz noch, aber er wird nicht mehr dazu kommen
auf g3 zu erscheinen.} 34. Rc8+ Rxc8 (34... Rf8 {dieser Trick aus der obigen
Variante geht hier einfach wegen Dh7# nicht mehr.} 35. Qh7#) 35. Qxc8+ Kg7 36.
Rxf7+ Kxf7 37. Qxe6+ {und da ich jetzt rechtzeitig den bösen Springer auf f5
bekomme warf Schwarz das Handtuch. Spannend wars und gut, wenn es dann vorbei
ist ;-)} 1-0
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