Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Die Corona Einschränkungen im Sport sind beendet!
Für Spieler, Gäste und Zuschauer gibt es keine Auflagen mehr!

Einen offenen Spielbetrieb auch für Gäste gibt es jeden Freitag von 18:30 – 22:00 Uhr. Wir freuen uns über alle Interessierten , die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Die Emanuel Lasker Gesellschaft ehrt Christian Zickelbein für sein Lebenswerk

Der 10. und 11. September war für die Hamburger Schachfamilie, aber auch darüber hinaus ein ganz besonderes Wochenende. Die Emanuel Lasker Gesellschaft hatte die Hansestadt auserkoren, um am Samstag mehrere Ehrungen und am Sonntag die 2. Deutsche Schachmeisterschaft für Künstler, Kunsthistoriker, Journalisten und Verleger durchzuführen. An beiden Tagen war die schöne Hamburger Kunsthalle, auch bekannt als Louvre des Nordens, der Veranstaltungsort. (Alle Fotos: Nadja Wittmann)

Die Emanuel Lasker Gesellschaft (ELG) existiert schon seit 2001 und sieht ihre Aufgabe u.a. darin, das geistige und kulturelle Erbe Emanuel Laskers zu bewahren, weiter zu erforschen und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. In diesem Sinne ist über die Jahre ein dreibändiges Monumentalwerk über den 1. und bisher einzigen deutschen Schachweltmeister beim Excelsior Verlag in Berlin erschienen. Die Gesellschaft widmet sich aber auch im Allgemeinen der Förderung des Schachs als Kultur- und Bildungsgut. In diesem Sinne führt die ELG seit einigen Jahren Ehrungen durch und veranstaltet spezielle Turniere wie die erwähnte deutsche Meisterschaft, die am Sonntag stattfand.

Am Samstag Abend begrüßte der 1. Vorsitzende, Thomas Weischede, mit seinem Team zahlreiche Gäste im zum Hamburger Kunsthalle gehörenden Restaurant “The Cube”. Bei angenehmer Atmosphäre und leckerer Verköstigung standen drei Ehrungen im Fokus. Zuerst ehrte die ELG Jade Schmidt mit der “Vera” (in Erinnerung an Vera Menchik). Jade war 2018 bei der 1. Deutschen Meisterschaft die bestplatzierte Schachspielerin. Wegen der Pandemie konnte die Ehrung jetzt erst stattfinden. Zum ersten Mal wurde ein “Tartakower” (in Erinnerung an Savielly Tartakower, der nicht nur einer der besten Spieler seiner Zeit, sondern auch ein profilierter Autor und Journalist war) verliehen. Dieser ging an den Autor dieser Zeilen für seine Verdienste zur Popularisierung des Schachs, insbesondere durch seinen YouTube-Kanal “The Big Greek”.

Im Mittelpunkt stand aber eindeutig die Ehrung für Christian Zickelbein. Die ELG verlieh Christian den Lasker für sein Lebenswerk. Seine Verdienste hier aufzuzählen, würde mich komplett überfordern, aber jeder der ihn kennt, weiß um seine Verdienste für das Schach in Hamburg und in Deutschland. Dementsprechend gehörten ihm die Standing Ovations.

Jade Schmidt, Christian Zickelbein und Georgios Souleidis

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Auftritt des insbesondere in der Schachszene bekannten Kabarettisten, Matthias Deutschmann, bevor der Abend mit einem fröhlichen “Netzwerken” der Anwesenden locker ausklang.

Am Sonntag führte die ELG dann die 2. Deutsche Schachmeisterschaft für Künstler, Kunsthistoriker, Journalisten und Verleger durch. Hierfür stand der prächtige Werner-Otto-Saal zur Verfügung. Es fanden sich 40 Schachfreunde ein, um das Turnier zu bestreiten. Am Abend zuvor hatte ich Herrn Weischede angekündigt, dass ich auch den “Viktor” (in Erinnerung an den kampfstarken Viktor Kortschnoi) gewinnen möchte. Da ich als Favorit ins Turnier ging, standen die Chancen gut und letztendlich wurde ich meiner Rolle gerecht. Zwar war mir Dr. Hauke Reddmann bis zum Schluss auf den Fersen, doch ich gab nur einen halben Punkt ab und freut mich am Ende auf die zweite schöne Trophäe an diesem Wochenende. Die beste Frau im Turnier war, wie Jade 2018, mit Stefanie Scognamiglio wieder eine Spielerin des HSK. Sie erhielt für ihre Leistung die “Vera”.

Georgios und Stefanie mit ihren Preisen

Ergebnisse und Tabelle auf Chessresults

Insgesamt war es ein tolles Schachwochenende in einem schönen Ambiente. Ein großer Dank geht an Thomas Weischede und sein Team für die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltungen in Hamburg. Ein großer Dank geht auch an die Hamburger Kunsthalle für das Bereitstellen der Räume, der Firma ChessBase für die Bereitstellung vieler Preise, dem Sponsor baubüro.eins aus Hamburg sowie last but not least dem Hamburger SK, der das Schachmaterial beim Turnier zur Verfügung stellte und hier insbesondere ein Dank an Thomas Woisin und Hauke Blix, die für den Transport verantwortlich zeichneten. Falls ich jemanden vergessen habe, so bitte ich um Nachsicht.

Artikel zu den Ehrungen am Samstag auf ChessBase
Artikel zum Turnier am Sonntag auf ChessBase

Artikel von Volker Gast in der Bergedorfer Zeitung (10.09.2022)

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