Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Da müssen wir durch. Unser Klubheim bleibt weiterhin bis zum 18.04.2021 geschlossen. Es besteht ein absolutes Betretungsverbot. Ausnahmen, um z.B. wichtige Unterlagen aus dem Klub zu holen, müssen bei unserem Hygienebeauftragten Manfred Stejskal beantragt werden.

Laufende News zur 2.DSOL, 5. Runde, 3

Die Jugend-Bundesliga in der 1. Liga

Für Lennart Meylings HSK 1 (2:8 / 7½) ist die Saison in der 1. Liga, Gruppe D eine schwere Aufgabe. Ohne Luis und Robert Engel gab es gegen die an fast allen Brettern 200 DWZ-Punkte stärkeren Schachfreunde Berlin 1 eine 1:3-Niederlage. Henning Holinka hatte am Spitzenbrett mit seiner Pirc-Verteidigung Probleme, doch Da Huo schaffte an Brett 4 mit einem bravourösen Mattangriff noch einmal den Ausgleich. Aber Lennart und schließlich auch Jakob Weihrauch verloren unsere Weißpartien. Lennart gab in einer verwickelten Position zwei Figuren für einen Turm und hatte keine hinreichende Kompensation, und Jakob Weihrauch verlor ein Endspiel letztlich, weil der schwarze König von einem Springer sicherer gegen die Angriffe der weißen Dame verteidigt werden konnte als der weiße auf der 1. Reihe gegen die schwarze Dame, weil ein schwacher Läufer nicht helfen konnte.

HSK 8 hatte Chancen zu gewinnen

Michael Schenks HSK 8 (6:2 / 10½) ist bisher unsere Mannschaft der 5. Runde. Im Match beim SC Eintracht Berlin 2 in der  9.Liga, Gruppe A wäre nach der 2:0-Führung sogar ein Sieg möglich gewesen, doch auch das 2:2 reichte zur Verteidigung des 1. Platzes vor dem genau punktgleichen Hannover 96. Bei seinem ersten Einsatz erzielte Alexander Wartenberg in einer lange ausgeglichenen Partie mit einer Finesse im Bauernendspiel. Wenig später machte John-Lauritz Oltzen, der einzige Erwachsene im jungen Team, seinem Nickname TheRoyalAssassin Ehre und bestrafte einen leichtsinnigen Angriffsversuch mit einem Matt in zwei Zügen. Am Spitzenbrett dagegen kam Bennit Tietz als Weißer nach einem Bauernopfer nicht wirklich ins Spiel; der Gegenangriff des Schwarzen mit starken Läufern erwies sich als stärker, sodass es auf Kaiwen Wang am Spitzenbrett ankam. Unterwegs hatte Kaiwen nach einer Springergabel die Qualität verloren, doch er gewann sie  ein paar Züge später nach einem Zwischenschach zurück. Er strebte dann sehr schnell den Daumentausch an und nahm dabei den Verlust eines Bauern in Kauf, sodass er im doppelten Läuferendspiel um das Remis kämpfen musste, insbesondere als er einen zweiten Bauern verlor. Nach 60 Zügen hätte er sich entschließen müssen, einen Läufer für einen Freibauern zu opfern, damit er auch den letzten Bauern des Gegners schlagen könnte. Mit König und Läufer gegen König und zwei Läufer wäre ihm das Remis und dem Team der Sieg sicher gewesen. Insgesamt aber verdient unser junges Team Lob: Es hat alle Möglichkeiten, sich für die Play-Offs zu qualifizieren und mit ihrem begleitenden Trainer Hartmut Zieher noch mehr zu lernen!

Keine Angst vor Adidas …

Gerald Deckers HSK 10 hatte sich damit beruhigt, dass der Gegner im Auswärtsspiel, der SK Herzogenaurach 3, vermutlich nicht von Adidas gesponsert wird. Aber die Gegner erwiesen sich dennoch als stark. Am Spitzenbrett erhielt Nils Altenburg als Weißer ein frühes Remisangebot und nahm es an. Gerald verlor im Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel eine Figur, weil er zur Rettung seiner Dame eine Bauernvorstoß wagen musste, den sein Gegner stark widerlegte. Dagegen hatte Harald Meyer gegen die russische Verteidigung einen Bauern gewonnen und auch die Damen tauschen können. Statt eine schnelle Entwicklung zu forcieren, ließ er bei einem weiteren Abtausch die Verschlechterung seiner Bauernstellung zu und gab zwei Figuren für einen Turm, sodass er in einem schlechten Endspiel kaum Chancen hatte. Andreas Wittenberg am 2. Brett hatte in seinem Sizilianer mit Da5-b4 früh auf Bauerngewinn gespielt, doch sein Gegner konterte mit einer schwierigen Abtauschkombination, mit der er für zwei Bauern eine Figur gewann. Dennoch schaffte Andreas nach dem Gewinn eines dritten Bauern noch ein Dauerschach zum 1:3. Unser Team (1:7 / 4) wartet noch auf den ersten Sieg: In den nächsten beiden Runden wird er gelingen!

 

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