Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Da müssen wir durch. Unser Klubheim bleibt weiterhin bis zum 18.04.2021 geschlossen. Es besteht ein absolutes Betretungsverbot. Ausnahmen, um z.B. wichtige Unterlagen aus dem Klub zu holen, müssen bei unserem Hygienebeauftragten Manfred Stejskal beantragt werden.

Laufende News zur 2.DSOL, 6. Runde, 5

Knappe Niederlage

Eva Maria Zickelbeins HSK 3 (6:4 / 10½) brauchte in der 3. Liga, Gruppe C beim Spitzenreiter SC Ketsch I (9:3 / 15½) einen Sieg, um vorn mitzuspielen. Doch die Gegner waren zu stark. Wir hätten vielleicht ein Unentschieden in dem sehr langen Match erspielen können. Leider gab Johannes Blome am dritten Brett in einem Turmendspiel mit Minusbauer in einer kritischen Position sein bis dahin aktives Spiel auf und konnte den Freibauern des Gegners nicht mehr halten. Schließlich verloren wir bei drei sehr umkämpften Remisen von Rainer Grünberg. Jamshid Atri und Suyuan Lu knapp mit 1½:2½, hielten unseren 4. Platz, aber selbst ein Sieg im letzten Heimspiel gegen den Dritten SV Welper (7:3 / 11½) böte nur sehr theoretische Chancen auf die Qualifikation. Aber auch der Mittelplatz darf durchaus als gutes Ergebnis gewertet werden.

 Das Ziel: die Play-offs

Auch Olaf Ahrens‘ HSK 7 (9:3 / 14) hätte in der 8. Liga, Gruppe C bei den Schachfreunden Berlin 4 lieber gewonnen, aber das etwas enttäuschende 2:2 reichte immerhin zur Verteidigung des 2. Platzes und wahrte die Chance, mit einem Sieg in der letzten Runde die Play-offs aus eigener Kraft zu erreichen das. Auf die Spitzenbretter war Verlass: Zion Malchereck legte als Schwarzer schnell das 1:0 vor, nachdem sein Gegner ihm die f-Linie gegen die eigene Rochade geöffnet hatte.  Geburtstagskind Mika Dorendorf hatte Schwierigkeiten mit dem Budapester Gambit, kämpfte sich aber doch ins Endspiel sogar mit einem Mehrbauern, aber die aktiveren Figuren des Gegners und ein entfernter Freibauer waren zu stark. Joris gab in einer bereits kritischen Stellung die Dame für Turm und Springer, hatte aber keine Kompensation – 1:2. Den erneuten Ausgleich erzielte David Goldmann mit seinem (ersten) überzeugenden Sieg im Königsangriff.

Hoffen auf Schützenhilfe

Auch Julian Kruegers HSK 9 (8:4 / 15) spielte 2:2, allerdings beim Spitzenreiter Barnimer Schachfreunde 2 (10:2 / 16½) der 9. Liga, Gruppe D, sodass das Ergebnis durchaus ein Erfolg ist. Afonso Rodrigues brachte uns mit seinem sechsten Sieg in Folge schnell in Führung. Julian Braun und Elias Lu blieben mit ihren Remispartien am 2. und 4. Brett ebenfalls ungeschlagen, aber leider hatte sich Alexander Borgert als Schwarzer beim Versuch, forsch anzugreifen, mit f7-f5 einen rückständigen Bauen auf e6 eingehandelt, dessen konsequente Belagerung seinem Gegner nicht nur den Bauern, sondern die Dominanz auf dem Brett sicherte. Nach dem 2:2 geht der Kampf um den zweiten Platz weiter. Das Team hat sich sogar auf Platz 3 verbessert. muss aber doch auf Schützenhilfe hoffen, wenn eine eigene starke Leistung noch die Qualifikation bringen soll, denn der aktuell Zweite SC Heuchelheim (8:4 / 15½) hat nicht nur einen halben Brettpunkt mehr, sondern im Fernduell der letzten Runde den schwächeren Gegner. Aber noch kann gekämpft werden!

Erster und doch noch nicht in den Play-offs

Unsere Mannschaft des Freitags war Michael Schenks HSK 12 (9:3 / 14): Der 2½:1½-Sieg bei den Schachfreunden Ochtendung 3 brachte vorläufig den 1. Platz in der 12.Liga, Gruppe B. in seinem letzten Match lag das Team schnell mit 0:1 zurück, weil Paul Tieriacks mit 46.10 Minuten auf der Uhr im 12. Zug seine Dame einstellte. Tristan Lohmann schaffte am Spitzenbrett den Ausgleich, indem er sich nach dem Aufreißen der schwarzen Rochade einen Doppelangriff mit Turmgewinn nicht entgehen ließ und danach sicher gewann. Roman Korf verteidigte sich am 3. Brett gut gegen das Zweispringerspiel des Weißen, opferte einen Bauern und hatte eine schöne Angriffsstellung, wählte aber wohl im Hinblick auf seinen relativ hohen Zeitverbrauch eine Zugwiederholung, der Weiß nicht ausweichen konnte. Beim Stand von 1½:1½ schien ein Unentschieden wahrscheinlich, denn Dr. Carsten Kaven hatte als Schwarzer ein Endspiel mit gleichen Läufern und einem Minusbauern auf dem Brett, in dem er um das Remis kämpfen konnte. Im 30. Zug aber nahm sein Gegner den angebotenen Läufertausch an, ohne auf die Stellung der Könige zu achten: Der weiße König stand noch auf g1, während Carstens König es nicht weit zum isolierten weißen Bb5 hatte und seinen Bb7 zum Freibauern machen konnte. Und dann machte Carsten alles richtig: Sein König ging dem Freibauern voran und drängte den generischen König ab, dessen Bauernmehrheit natürlich auch zu einem Freibauen führte. Im Wettlauf der Freibauern war Carsten einen Zug schneller und er gewann mühelos, weil Weiß sogar noch ein weiteres Tempo verschenkte. Leider ist unser Team in der letzten Runde spielfrei und muss hoffen, dass sein Vorsprung gegenüber dem aktuell Zweiten SV Isental 3 (7:3 / 14) und  SC Unna 4 (7:3 / 11) und Dritten reicht: Beide brauchen einen Sieg, der Dritte sogar 3½ Punkte, allerdings gegen den Tabellenletzten.

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