Hamburger Schachklub von 1830 e.V.

Königlich in Fantasie und Logik

Offener Spielbetrieb, auch für Gäste zum Reinschnuppern in den Klub: Jeweils Dienstag & Freitag von 19:00 – 22:00 Uhr bieten wir einen offenen Spielabend an! Wir freuen uns über alle Interessierten, die uns kennenlernen möchten. Wir bitten um Anmeldung über schachklub@hsk1830.de.

Onlineaktivitäten

Hier findet ihr einen Überblick der HSK-Angebote im Netz, beachtet auch die gesonderte Seite zur DSOL:

Aktuelle Onlinewoche

Hallo lieber Leser! Hiermit darf ich nach einer langen Wartezeit endlich mal wieder redaktionell aktiv werden. Schließlich wartet die Schachwelt sehr gespannt darauf, dass ihr ein U1800-Spieler mal wieder von den Weisheiten des Spiels erzählt.

Weisheiten, die er vermutlich bis heute selbst nicht vollständig durchdacht hat 😉 Insofern gibt es bestimmt den ein oder-anderen, der bei meinen Zeilen mit dem Kopf schüttelt, und sich denkt

„Ach Junge, so stimmt das aber nicht!“ und das vollkommen zurecht! Bei der Lektüre meiner Berichte ist jede Reaktion erlaubt 😉

Also, Zurücklehnen, Lesen und den Text nicht zu ernst nehmen. Sich was rauspicken, wenn man will.  Sonst eben nicht.

Vorab: Ich zeige hier vor allem, wie man NICHT spielen sollte, wenn man ein Schachturnier gewinnen will 😉 Wenn du aber lernen willst, wie man in der Tat spielen SOLLTE, dann frage Malte Colpe, oder den Schachlehrer deines Vertrauens 😉

Auch vorab, ein Zitat von Steve Jobs: „Manchmal trifft dich das Leben wie ein Ziegelstein auf den Kopf. Verliere deinen Glauben niemals!“

Du wirst gleich sehen, warum dieses Zitat bei mir zutrifft, wie die Faust aufs Auge – oder eben wie der Ziegelstein auf den Kopf 😉

Einleitung – Schach ist (leider oder zum Glück?) Emotion pur

Schach ist ein psychologisches Spiel: Schon Sigmund Freud spielte im Wiener Café Landtmann gerne Schach. Dass Schach gerne von Psychologen gespielt wird und wurde, meine ich aber nicht. Sondern, dass Schach emotionale Aspekte in uns berührt, zum Leben erweckt, teils auch neue Empfindungen zu Tage fördert.

Nun gut, freilich kennt jeder von uns gewisse Emotionen bereits nur zu gut, ohne sich des Schachspiels zu betätigen:

  • Freude über einen großartigen Sieg oder eine schöne Partie à Kennt jeder, der schonmal einen herrlichen Kopfball oder einen Fallrückzieher beim Fußball geschafft hat. Man ist für einen kurzen Moment der Held, und kostet diesen Honigtopf immer gerne mal hinterher. Gerade wenn man ich, was Motorik auf dem Rasenplatz angeht, eher der Kategorie „Verwirrter Elefant auf einer winzigen Eisscholle“ zuzuordnen ist.
  • Angstgefühl, wenn man positionell zusammengeschoben wird à Dieses Gefühl ist ja fast schon Urinstinkt. Der Gegner wagt einen Bauernvorstoß? Dann ist das vielleicht als Analogie eine Wespe, die uns stechen möchte. Der Gegner steht kurz vor eine hübschen Mattkombination mit Dame und Springer? So ist dies evolutionstheoretisch wohl der Säbelzahnltiger, der sich kurz vor unserer Höhle befindet! Schach spricht definitiv auch das Angstzentrum im Gehirn an. Abhängig von der Position.
  • Wut über einen Blunder à Vergleichbar mit einem Fehler beim Autofahren. „Mann, ich Idiot hätte eben gar nicht abbiegen dürfen!“, denkt man sich. Man ärgert sich über sich selbst, ist gar peinlich berührt, das eigene Fehlverhalten bahnt sich über Neuronen seinen Weg hinein in Emotionen. Aus der Außenwelt werden über elektrische Impulse in unserem Gehirn schließlich

Verhaltensweisen. Diese äußern sich mal mehr, mal weniger kontrolliert. Meditieren kann (mir, Anmerkung meiner Frau) da sicherlich helfen.

So ist Schach ein Potpourri an Gefühlen, eine Vermischung und Verquickung von Ehrgeiz und Mut, von Angst und Reue, von Siegessicherheit und peinlicher Realisation. Manch Schachspieler fühlt sich nach einer langen gewonnenen Schachpartie wie neu geboren!

Und das Schöne: Man weiß nie, welcher Cocktail an Gefühlen einem das Leben bei der nächsten

Partie bescheren wird.

Fakt ist aber: Man muss für alles bereit sein. Schach ist für die wenigsten nur locker-flockiges Siegen, selbst für einen Magnus Carlsen nicht.

Das Blankeneser Open Turnier dieses Jahres jedoch war ein schwarzer, finsterer Cocktail, mit einer ordentlichen Prise Blunder serviert.

Es ist mir wichtig, zu betonen, wie sehr mein zu 100 Prozent selbstverschuldeter Blunder, der mir den Turniersieg dieses Jahr gekostet hat, mich verletzt hat, wütend über mich selbst gemacht hat, traurig und nachdenklich gestimmt hat.

Entgangen sind mir dadurch nämlich 500 € Preisgeld (*) und (vermutlich) der erste Platz.

Du, lieber Leser, kannst von mir eventuell lernen, noch viel mehr darauf zu achten, wirklich ausnahmslos (!!!!) nach jedem Zug (!!!!!) denselben auf Fehler und versteckte Fallen des Gegners zu überprüfen!

Egal, ob diese offensichtlich (sog. „One-Mover“, also Drohungen, die aus nur einem Zug bestehen), oder versteckt sind (tiefe Taktiken, die sich kaum verteidigen lassen).

Der Blunder, der mich am gestrigen Sonntag in den Wahnsinn getrieben hat, hat, so gemein es auch ist, etwas Gutes: Einen Lerneffekt. Dinge des Lebens niemals arrogant und überheblich machen, achtsam sein, kein Schnell-Schnell. Und die 500 € entgangenen Moneten braucht es auch – ohne Schmerz kein Lerneffekt. Odysseus ist an den Sirenen erfolgreich vorbeigefahren, weil er seinen Soldaten Wachs in die Ohren geschmiert hat – also eben nicht den süßen Klängen und dem süßen Honig erlegen ist. Heißt: Weniger Fokus auf den schnellen Sieg, mehr Fokus auf den Prozess und auf das eigene Spiel!

Das Setting

Das Turnier wurde dieses Jahr wirklich unglaublich gut organisiert. Es gab einen Online-Check-In, der einen an den Hamburger Flughafen erinnert. Bei mir, metaphorisch gesprochen, ging es um den letzten Flug nach Blunderhausen, mit einem Zwischenstopp in Patzberg.

David Schacht war mit dabei als Schiedsrichter. Qualifizieren tun ihn ein fairer Auftritt, eine gute Kenntnis der Regeln und Abläufe und sein Nachname.

Alexander von Gleich war da. Er ist wie ich mit einer Georgiern verheiratet, hat ein sehr hohes

Rating (ohne zu googlen schätze ich > 2300 Elo) und ist nach wie vor ein irre guter Schachspieler. Qualifizieren tut ihn seine Spielstärke, sein guter Ruf in der Schachwelt und sein Nachname – denn sogleich nach seiner Rede durfte er am Spitzenbrett des Opens den ersten Zug machen. Wohlgemerkt: Ich spielte in der B-Gruppe. Die A-Gruppe war mit Aljoscha Feuerstack, Malek Koniahli, Malte Colpe etc. so stark besetzt, als würde ein Amateur-Boxer erst Mike Tyson, dann Muhammad Ali am gleichen Tag herausfordern. Nein danke. Mein guter Freund Nacho, bekannt vom Blitzschach in der Sternschanze, spielte jedoch im Open mit. Sein klares Ziel: 3 von 7 Punkten! Es ist bezeichnend, dass ein Turnier so stark ist, dass man sich als Ziel setzt, weniger als die Hälfte der insgesamt möglichen Punkte zu erwirtschaften. Allerdings wurde natürlich im Schweizer System gespielt, was die Schwierigkeit natürlich entspannt.

Einige nette Damen (natürlich allesamt höher geratet als ich) waren ebenso da. Außerdem Teilnehmer aus verschiedenen Ländern, alte und junge Spieler. Wie immer hat Schach auch hier volle Power seine inklusive Kraft entfaltet. Bravissimo!

Der Turnierbeginn

Ich begann das B-Open mit einem Schwarzsieg gegen Dietrich Krüger in einer langen Ben-Oni Partie. Hierbei war es mir möglich, insbesondere meinen weißfeldrigen Läufer auf dem Brett zu halten. Es ging eigentlich nur um Ausdauer, und darum, ohne Fehler die Figuren einigermaßen sinnvoll hin- und herzuschieben. Ein Kampf, bei dem ich die Oberhand behielt.

Der zweite Tag war öde. Ich spielte zweimal Remis, wie hier mit Weiß gegen Ranvir Khattar:

Foto: Bendix Perschk

Übrigens dachte Ranvir nach meinem d4?! In folgender Position 20 Minuten nach!

Ich hatte sehr ernsthaft überlegt, hier auf das Nakhmanson-Gambit zu spielen. Das erfolgt nach 4. …exd4 ODER 4. … Sxe4, 5. 0-0, in den Zügen 6 und 7 opfert Weiß seinen Springer auf c3 und seinen Läufer auf f7. Einfach mal reinschauen, eine tolle aggressive Variante!

Später verteidigte Ranvir jedoch mit einer Qualität für ihn aber extremen Druck von 2 Springern meinerseits souverän. Respekt an ihn! Remis!

Am dritten Tag gewann ich beide meine Partien gegen Kinder, die mich nicht wirklich herausforderten. Und so hatte ich nach 5 Partien 3 Siege und 2 Remis – also 4 Punkte – und war geteilter Erster!

Partie Nummer 6 brachte dann das Unheil. Daher auch der Name dieses Beitrages über die Kunst des Blunderns! Eine Kunst, die ich virtuos beherrsche. Ich bin sehr versiert darin, auch in den „gewonnensten“ Stellungen geschickt die Dame oder das Matt herzuschenken. Dies tue ich auch nicht gerne, nein, stattdessen suhle ich mich lieber im eigenen Leid wie ein Schweinchen im Schlamm. Der Artikelname ist daher auch eine Hommage an Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ von 1774. Eine Briefsammlung, in der Werther sein unglückliches Verliebtsein an die verheiratete Lotte schilderte. Auch mir scheint es manchmal so, als sei ich in Schach verliebt, verheiratet ist das Spiel aber mit jemand anderen… Vielleicht mit Magnus Carlsen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass Schach mich fasziniert. Und meine Liebe nicht (immer) erwidert.

Meine Schmerzpartie

Ich spielte die besagte sechste Partie mit Weiß gegen Kelly Liau, gewertet knapp unter 1800 Elo, und wählte die ungarische Eröffnung.

Der Punkt ist simpel: Auch Kelly musste gewinnen, um ernsthafte Chancen auf Platz 1 zu haben. Ich verfrachtete die psychologische Verantwortung für den Sieg also auf ihn.

Und das ist gar nicht so leicht. 1. g3 ist ein unglaublich flexibles System, welches Katalanisch, einen königsindischen Angriff, Englisch und noch einen Haufen anderer Eröffnungen per Transposition erlaubt. Kelly dachte auch 4 Minuten über seine Antwort, Sf6, nach. Danach entwickelte sich eine symmetrische Stellung, bis ich c4 spielte:

Was mich wirklich sehr überraschte, war, dass Kelly diesen Bauern sofort nahm! Schließlich hat Schwarz alternativ … c6, auch Rochade sieht gesund aus für Schwarz, denn Schwarz hat nach 6. cd Sxd5, 7. e4 Sb6, 8. 0-0 Lg4 keinerlei Probleme.

Nachdem er aber auf c4 schlug, antwortete ich mit a4?! Dubios, aber spielbar, wegen des Raumvorteils am Damenflügel. Ich war glücklich über die frühe Dysbalance in der Position. Dann aber überraschte er mich erneut: Statt mich mit Zügen wie Dc2 oder Se4 den Bauern auf c4 abholen zu lassen, verteidigte er hartnäckig mit … Sc6 nebst … Sa5!

Ich dachte, er würde dann einfach auf Materialvorteil spielen, und den Bauern möglichst lange halten. Stattdessen benutzte er ihn als sicheren Ast für seinen Springer, auch noch nach b3 zu hopsen und schließlich meinen Läufer auf c1 zu schlagen.

So investierte er 4 (!) Springerzüge, die Engine mochte jedoch, was er tat:

Schwarz steht hier hauchzart besser. Man sieht aber deutlich, dass ich die 3 Tempi, die er für seinen wackeren C-Bauern investiert hatte (ich zähle … Sc6 nicht mit, da normaler Entwicklungszug), sehr gut genutzt habe: Rochade, Springer- und Turmentwicklung. Auch meine Dame auf c1 mochte ich; drohte sie doch nach Springerabzug den c4.

Ich finde diese Stellung aus strategischer Sicht überragend. Weiß hat klare Pläne: A5 spielen für Platz auf der Damenseite. Se5 um den C4-Bauern abzuholen. Td1 für mehr Stabilität. Und so weiter. Diese Position spielt sich fast von selbst. Ich war frohen Mutes! 🙂

Wir schauen im 18. Zug wieder rein, und die vorab genannten Motive sind sehr schön ersichtlich:

Schwarz schlug den Springer auf e5. Weiß hat es geschafft, seinen A- für den B-Bauern des Schwarzen zu tauschen. Auf Td4 war ich stolz, denn dieser Zug unterstreicht das Angriffsmotiv Th4, Dh6, Dxh7#!

Seine Bauern hingegen wirken schwach und angreifbar. Außerdem mindern sie die Mobilität des weißfedrigen Läufers. Ich muss erwähnen, dass die Engine Schwarz bevorzugt, da sie alle Bauern akribisch gut verteidigen kann.

Dennoch, ich denke, für einen Menschen hat Weiß hier die angenehmere Stellung.

Den Angriff am Königsflügel wehrte er zwar schön ab. Allerdings kam meine Dame wunderbar über g6, h4 und a4 ins Spiel, und drückte ihm auf der A-Linie (Aljechins)-Pistole auf die Brust!

Weiß steht hier mindestens +2. Der Druck auf a7 ist immens. Ohne den Läufer würde Sd6+ (Gabel!) lauern mit sofortigem Gewinn. Und angenommen, Schwarz macht nichts. Dann liegt doch auch Sxd7!! In der Luft. Schwarz nimmt mit der Dame. Weiß nimmt dann seinen Springer. Schwarz kann aber nicht zurückschlagen, da der C-Bauer dann gefesselt sein würde.

Diese Stellung sieht nach „geschnitten Brot“ aus, wo alles automatisch funktioniert.

Er spielte dann jedoch sehr zu meiner Überraschung und erstaunlich schnell den besten Zug: 28.…Sb6!

Nachdem ich geprüft hatte, ob ich mich nicht trotzdem auf a7 bedienen kann (meine Dame hängt aber seine auch!), spielte ich korrekt: 29. Dd1.

Es kam zu einem Scharmützel auf dem D7-Feld mit anschließendem starken Vorteil für Weiß:

Nun musste ich nur noch ein klar gewonnenes Endspiel abwickeln. 6 zu 4, und Läufer gegen Springer einem offenen Feld, das kann so schwer nicht sein!

Oder doch?

Hier, im 50. Zug, kann ich mit b4 einfach gewinnen. Jap, so ist das. Der B-Bauer rennt durch. Ich habe mich aber nicht getraut 🙁

Stattdessen habe ich auf das völlig unnötige Konzept Lg8?! gespielt. Die Idee war natürlich Th7 mit Matt. Allerdings spielte er den einzigen Zug 50. … g5! 51. hxg5+ Kxg5 und Weiß hat seine Bauernstruktur erfolgreich ruiniert.

Er spielte dann jedoch, nachdem er extrem akkurat verteidigt hatte (die Engine liebt seine Züge vom 36. bis 57. Zug), im 58. Zug dann Tb6??, was erneut die Partie einstellt:

Weiß ist hier am Zug. Weiß spielt offensichtlich Ta6! und schwarz müsste eigentlich aufgeben! Denn der A-Bauer läuft durch.

Begriffe wie „Schach-Weltmeister“ und „Turniergewinn“ flogen mir durch den Kopf. Ich plante bereits, von den 500 € Preisgeld mit meiner Frau schick essen zu gehen. Meine Vorstellungskraft hatte keine Grenzen und ich sonnte mich im Licht meines Sieges.

Bis der Ziegelstein (Steve Jobs!) mich am Kopf traf!

Der absolute Worst Case.

Hier gewinnt jeder Zug. Ein Dreijähriger kann diese Position gewinnen. Warum? Weil ein Dreijähriger es vermutlich schafft, die Dame hochzuheben, und auf ein Feld nebenan zu platzieren. Also z.B. von A8 zu B8. Was mache ich? Ich spiele natürlich den Jahrhundert-Blunder: 63.Dxf3?????????????????????????????????????

Ich spielte diesen Zug in meiner unachtsamen, arroganten, wohlstandsfetten Bräsigkeit, die einen an den Kater Garfield erinnert, der an Lasagne nascht. Rein GAR NICHTS daran war durchdacht. Das, was mal mein Gehirn war, fühlt sich an wie eine kaputte alte Fritteuse.

Es war wirklich absolut grauenvoll, diabolisch und schrecklich.

Ich lasse bei mir selbst auch keine Ausreden gelten. „Ja ich habe schon fast 5 Stunden gespielt, da darf man auch mal patzen.“ Nee, darf man eben nicht. Sonst ist die zuvor investierte Lebenszeit nämlich einfach weg. Für die Katz. Die nächste Garfield-Referenz.

Dieser Zug verschlechtert die Position auf +66 (lol!) auf 0.

Wohlgemerkt, 0.0! Denn obwohl dieser Zug natürlich grauenhaft schlecht ist, und Stoff für einen Horrorroman á la Stephen King bietet, so ist es dennoch Remis!

Moment mal – Remis? Also nichts verloren? Spiel um Platz 1 nach wie vor möglich?

Nein.

Denn ich war tilt.

Nicht so six sevennnn, sondern 10 von 10 til des Todes.

Aber objektiv war es zu diesem Zeitpunkt noch Remis.

Soweit die Theorie. Nun, wir erreichen folgende Stellung:

Weiß will nicht mit der Deutschen Bahn fahren, aber er ist hier am Zug.

Ich habe mal den Bewertungsbalken mit aufgeführt, um zu zeigen, dass die Stellung in der Tat Remis ist. Ich hatte, nach 04:35:00 Spieldauer, und nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr, jedoch ein Blackout. Und spielte 71. Kg1????????????????

Ich möchte anmerken, dass Läufer nach c6 (oder b7 oder a8) sofort remisiert! Denn h2 ist keine Drohung! Auf h2 einfach Lg2! Und Schwarz hat kein Springer-Schach. Ich sah jedoch Lg2 einfach nicht.

Übrigens: Nach … Sf3 schlägt Weiß einfach den Springer, und auch das ist Remis. Lernt eure Endspiele, Kinder!

Eine furchtbare, schwarze, bösartige Partie.

Und genau deswegen auch eine so tolle, herrliche Lehrstunde.

Eine Lehrstunde, die mich den ersten Platz (500 € Preisgeld!) kostete. Und ja, ich weiß, dass noch eine Partie zu spielen war, aber ich räumte mir mit Schwarz gegen einen geringer-geratenen Gegner gute Chancen ein.

Ihr Lieben, wenn ihr eine Dame habt, nehmt euch immer immer, IMMER Zeit für 30 Sekunden Due Diligence. Schaut, ob sie geschlagen werden kann. Manchmal nicht direkt, aber zwei- bis dreizügig. Seid achtsam.

Und nun lasst uns den Sommer genießen! ☀️

Herzlich, euer Bendix aus Wellingsbüttel

 

PS: (*) nochmal zu den 500 € Preisgeld.

Am Abend erreichte mich eine WhatsApp-Nachricht vom Kumpel Ignacio („Nacho“). Er sagte, dass ich zwar nicht auf dem Siegertreppchen stand, aber den 100€-Zufallspreis gewonnen hatte. Dies ist wirklich so geschehen. Da ich aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr anwesend war, sondern wutschnaubend das Turnier verließ, erhielt ich auch dieses Geld nicht. Schach erlaubte mir keine Sekunde der Entspannung. Es war, bis zu allerletzt, eine Qual, ein Salz-Streuen-in-die-Wunde. Manchmal trifft euch das Leben mit einem Ziegelstein. Verliert niemals euren Glauben.

 

Anmerkung der Redaktion:

Alle Details und Sieger, Tabellen etc. zum tollen Open in Blankenese gibt es hier. IM Malte Colpe wurde guter Dritter, Hartmut Zieher bester Senior und Aras Kutlar (10 Jahre) machte tolle 4 Punkte im A-Open.

 

Turnier: Deutsche Schach-Online-Liga

Zur gesonderten Seite zur DSOL

Mannschaftskämpfe auf playchess.com.

  • Website der DSOL >
  • Interessierte melden sich bitte bei Christian Zickelbein (Mobil 0171 45 67 172, christian.zickelbein@hsk1830.de)
  • Bedenkzeit: 45 Minuten +15sec/Zug
  • Gespielt wird auf dem Server playchess.com.
  • Kein ChessBase-Premium-Account notwendig.
  • Vierermannschaften
  • Meldung von bis zu 10 Spielern in fester Reihenfolge.
  • Mannschaftsmeldung vor der Saison.
  • Eigener Turnierraum für jede Mannschaft auf playchess.com für die Heimspiele.
  • Abgabe der Aufstellungen am Spieltag.
  • Gleichzeitiger Beginn der Wettkämpfe.
  • Jeder Verein des DSB kann beliebig viele Mannschaften melden.
  • Jeder Spieler kann nur für maximal zwei Mannschaften antreten, dabei darf ein Spieler nur in einer Mannschaft an einem der Bretter 1-4 gemeldet werden, und an jedem Tag nur für eine Mannschaft nominiert werden.
  • Mehrere Ligen, deren Zusammensetzung sich nach der Spielstärke der gemeldeten Mannschaften richtet.
  • 4 Gruppen mit 8 Mannschaften pro Liga.
  • Jede Gruppe trägt ein Rundenturnier jeder gegen jeden aus.
  • Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale.
  • Die Meistermannschaft jeder Liga erhält einen repräsentativen Pokal und hat bei einer etwaigen Neuauflage der DSOL das Recht, eine Liga höher zu spielen, als es seiner Setzlistenposition entspricht.
Turnier: Quarantäne-Bundesliga

Teamkampf, jeden Donnerstag und Sonntag ab 20 Uhr auf lichess

  • Bedenkzeit: 3+0 oder 3+2 oder 5+0
  • Dauer: 2h
  • Modus: Gewertet, Arena
Turnier: HSK online Girls-Cup Arena

Jeden Montag ab 18 Uhr und jeden Samstag ab 11:30 Uhr auf lichess

  • Bedenkzeit: 10+0
  • Dauer: 1h 30m
  • Modus: Gewertet, Arena
The Big Greek mit IM Georgios Souleidis

Livestreams mit IM Georgios Souleidis auf Twitch.tv.

Zeitplan

Onlinetraining

Nicht nur für Jugendliche! Wer gerne an einer unserer HSK Online-Trainingsgruppen via Skype, Zoom, Discord o. ä. teilnehmen möchte, schreibe bitte an training@hsk1830.de (Christian Zickelbein, Bernhard Jürgens) oder rufe an bei Christian Zickelbein (0171 45 67 172) oder Bernhard Jürgens (0157 55 55 69 09). Je nach Bedarf richten wir Gruppen ein. Also meldet euch!

Training zu Hause mit den Chess Tigers
Interessierte HSK Mitglieder können via E-Mail an Bernhard Jürgens bernhard.juergens@hsk1830.de einen Zugang zu den vom HSK gebuchten Kursen der Chess Tigers Universität erhalten.
Jahrgang 2019
1. 2019: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 9
Jahrgang 2017
1. 2017: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 8
Jahrgang 2015
1. 2015: Traditionelles Schach – Kombinationen der modernen Praxis – Folge 5
2. 2015: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 7
Jahrgang 2014
1. 2014: Traditionelles Schach – Leistungsstufe Endspiel – Turbo 1
2. 2014: Traditionelles Schach – Kombinationen der modernen Praxis – Folge 4
3. 2014: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 6
Jahrgang 2013
1. 2013: Traditionelles Schach – Leistungsstufe GS3 – Turbo 1
2. 2013: Traditionelles Schach – Grundkurs Endspiele 2 – Theorie für den Praktiker
3. 2013: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 5
Jahrgang 2012
1. 2012: Traditionelles Schach – Grundelemente GS2 – Turbo 1
2. 2012: Traditionelles Schach – Kombinationen der modernen Praxis
3. 2012: Traditionelles Schach – Grundkurs Endspiele – Theorie für den Praktiker
4. 2012: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 4
Jahrgang 2011
1. 2011: Traditionelles Schach – Grundelemente GS1 – Turbo 1
2. 2011: Traditionelles Schach – Kombinationen der modernen Praxis
3. 2011: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 3
Jahrgang 2010
1. 2010: Traditionelles Schach – Kombinationen der modernen Praxis
2. 2010: Traditionelles Schach – Strategie – Theorie & Praxis
3. 2010: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 2
Jahrgang 2009
1. 2009: Traditionelles Schach – Leistungsstufe GS1 Grundelemente
2. 2009: Traditionelles Schach – Leistungsstufe GS2 DWZ 1000
3. 2009: Traditionelles Schach – Leistungsstufe GS3 DWZ 1100
4. 2009: Traditionelles Schach – Leistungsstufe GS4 DWZ 1200
5. 2009: Traditionelles Schach – Leistungsstufe GS5 DWZ 1300
6. 2009: Traditionelles Schach – Leistungsstufe GS6 Gambits – Angriff & Verteidigung
7. 2009: Traditionelles Schach – Nachspielen, Verstehen, Anwenden – Folge 1
8. 2009: Chess960 – Partien: Nachspielen, Verstehen, Anwenden
Jahrgang 2007
1. 2007: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1300
2. 2007: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1500
3. 2007: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1800
4. 2007: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 2100
5. 2007: Chess960 – Annotated Games
Jahrgang 2006
1. 2006: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1100
2. 2006: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1200
3. 2006: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1300
4. 2006: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1500
5. 2006: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1800
6. 2006: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 2100
7. 2006: Chess960 – Annotated Games
Jahrgang 2005
1. 2005: Traditionelles Schach – Grundelemente
2. 2005: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1100
3. 2005: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1300
4. 2005: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1500
5. 2005: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1800
6. 2005: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 2100
7. 2005: Chess960 – IPS 1500 – Grundstufe & Basiselemente
8. 2005: Chess960 – IPS 1800 – Grundsätze & Praxis
9. 2005: Chess960 – IPS 2100 – Prinzipien & Geheimnisse
Jahrgang 2004
1. 2004: Traditionelles Schach – Anfängerstufe
2. 2004: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1000
3. 2004: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1300
4. 2004: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1500
5. 2004: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 1800
6. 2004: Traditionelles Schach – Leistungsstufe DWZ 2100
7. 2004: Chess960 – Grundstufe & Basiselemente
8. 2004: Chess960 – Leistungsstufe IPS 1800

Die letzten Berichte

HMM 2026, Stadtliga-A: Weiße Dame 2 vs. HSK 8 – zurück in die Schulzeit!

Freitagabend war es so weit: Wir durften mal wieder in die Schule gehen. Diesmal gab es sogar Toilettenpapier, und auch ansonsten waren unsere Gastgeber darauf bedacht, es uns so angenehm wie möglich zu machen. Die Tische wurden großzügig zusammengestellt und dann jeweils mit einer schönen roten Tischdecke bedeckt. Uns gefiel

Weiterlesen »

Die Woche im Klub: 27. April bis 3. Mai 2026

Montag, 27. April Nachmittags: Jugendtraining mit Hans-Jörg Jantzen, LSK-Training mit Dirk Sebastian. Am Montag Abend finden das Frauen-Training mit Martina Gerdts und außerdem der Seniorenspielabend statt. Dienstag, 28. April Einsteiger-Kindertraining mit Leo Mücke für U8 / U10: 16 Uhr 30 bis 18 Uhr und LSK-Training mit Malte Colpe von 17 bis 18 Uhr 30. Frank Neldners

Weiterlesen »

Isaac Garner: Angreifen mit Alapin!

Ein neues Chessbase-Trainingspaket ist erschienen: Unser Nachwuchsspieler Isaac Garner, der mit zwei Normen und einer ELO von 2403 kurz vor dem IM-Titel steht, hat bei Chessbase ein Eröffnungsrepertoire zum Download herausgebracht, das es in sich hat: Ein komplettes Eröffnungsrepertoire gegen 1. e4 c5 verspricht es und sein Freund und Teamkollege

Weiterlesen »

Bundesliga: 7:1 gegen St. Pauli! 🔥

Bäm! Zum Auftakt des Abschlusswochenendes in Berlin setzte der HSK ein Ausrufezeichen gegen den Reisepartner St. Pauli, der den Klassenerhalt schon lange sicher hatte und nur zwei Spielern aus den Top 8 angetreten ist. Damit ist jetzt auch bei theoretisch der Abstieg nicht mehr möglich, praktisch war es vorher auch

Weiterlesen »

Bundesligawochenende in Berlin! Heute ab 16 Uhr gegen St. Pauli ☠️

Ein tolles Bundesligawochenende wartet auf die Spieler, Betreuer, Zuschauer vor Ort und natürlich die große Fangemeinde, die die finalen Wettkämpfe online verfolgen wird! Ein toller Spielort im Willy Brandt Haus in Berlin, wir sind gespannt auf die Berichterstattung auf den diversen Kanälen. Auf der tollen Seite der Bundesligaendrunde gibt es

Weiterlesen »

Jungendbundesliga: Sieg in letzter Sekunde!

Mit einem 3,5:2,5-Sieg in letzter Sekunde gegen den SK Doppelbauer Kiel schaffte unser Jugendbundesligateam es noch, den ersten Platz in der Staffel West und damit die direkte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft zu schaffen! Herzlichen Glückswunsch an Bennit Tietz, der in letzter Sekunde den entscheidenden Punkt machte, an das Team zur

Weiterlesen »

Die Woche im Klub: 20. bis 26. April 2026

Montag, 20. April Nachmittags: Jugendtraining mit Hans-Jörg Jantzen, LSK-Training mit Dirk Sebastian. Am Montag Abend finden das Frauen-Training mit Martina Gerdts und außerdem der Seniorenspielabend statt. Dienstag, 21. April Einsteiger-Kindertraining mit Leo Mücke für U8 / U10: 16 Uhr 30 bis 18 Uhr und LSK-Training mit Malte Colpe von 17 bis 18 Uhr 30. Frank Neldners Einsteiger-Gruppe startet 19:00 Uhr!

Weiterlesen »

Weitere Angebote und Informationen

Wir empfehlen folgende Onlineteams bei Lichess (mehrere möglich):

Ansprechpartner

Eva Maria Zickelbein

Tel: 0171 33 54 439
eva-maria.zickelbein@hsk1830.de

Andreas Albers

Tel: 0157 87 344 225
andreas.albers@hsk1830.de

Christian Zickelbein

Tel: 0171 45 67 172
christian.zickelbein@hsk1830.de

Die nächsten Onlineangebote